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Die Schwalben können kommen: Bürgermeister Heil übergibt Schwalbennester an Gewinner

Schwalbennest-Gewinner und Bürgermeister Heil hoffen auf zahlreiche Schwalben im Sommer 2017

Vor einem Monat schrieb die Stadtverwaltung Oestrich-Winkel eine Verlosung von fünf Mehlschwalben-Nistkästen aus, die Dr. Lothar Krahner, Beauftragter der Staatlichen Vogelschutzwarte Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, zur Verfügung gestellt hatte. Einsendeschluss war am 14. April 2016.

Am Freitagvormittag, den 28. April 2017 empfing Bürgermeister Michael Heil die Gewinner der Aktion im Bürgerzentrum Oestrich-Winkel, um ihnen ihre Mehlschwalbennester zu überreichen: Andreas Orth, Ursula Haque und Gabriele Plath freuen sich darauf, die Nester an ihren Häusern zu montieren und hoffen gemeinsam mit Bürgermeister Michael Heil und Dr. Lothar Krahner auf zahlreiche Schwalben im Sommer 2017. Ebenfalls ein Schwalbennest gewonnen haben Mario Förster und Marlene Bickelmaier.

Warum Schwalben geschützt und unterstützt werden sollten

Schwalben sind in Mitteleuropa seit jeher als Glücksbringer und freundliche Frühlingsboten bekannt und beliebt. Zwischen März und Mai kommen sie aus dem Süden zu uns zurück und beginnen ihre Brut-Saison. Schwalben sind Insektenfresser und damit unverzichtbare Helfer in der biologischen Schädlingsbekämpfung.

Johann Strauß komponierte einst den Walzer „Dorfschwalben“. Doch inzwischen sind sie bedroht. Dr. Lothar Krahner, Beauftragter der Staatlichen Vogelschutzwarte Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland erklärt, weshalb:

„Schwalben sind darauf angewiesen, an den Außenwänden unserer Häuser unter dem Deckenrand oder in Stallungen unter der Decke ihre Nester bauen und brüten zu können. Da es aber kaum noch Viehhaltung in den Dörfern gibt und viele Hauswände mit Wärmeisolierungen überzogen wurden, hat sich die Anzahl der Schwalben stark verringert. Die Schwalben sind aber abhängig von der Duldung durch Hausbesitzer, sonst finden sie keine geeigneten Nistplätze.“

Daher ruft Bürgermeister Michael Heil die Oestrich-Winkeler Hausbesitzer zu aktivem Naturschutz auf. Um die Ansiedlung von Schwalben zu fördern, können spezielle Mehlschwalben-Nistkästen an der Außenwand des Hauses, unterhalb der Dachkante angebracht werden. Besonders gut eignen sich Ost- und Nordwände dazu. Mehlschwalben-Nistkästen können bei verschiedenen Anbietern für kleines Geld bestellt werden und sind leicht anzubringen.

Übergabe Schwalbennester 2017