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Stadt Oestrich-Winkel ist Kulturfonds Rhein-Main beigetreten

Stadt Oestrich-Winkel und Kulturfonds Frankfurt RheinMain unterzeichneten Kooperationsvereinbarung

Ausbau des kulturellen und künstlerischen Angebots in Oestrich-Winkel und dem Rheingau im Fokus

Der Bürgermeister der Stadt Oestrich-Winkel, Michael Heil, und die Stadträtin Hildegard Freimuth sowie für den Kulturfonds Frankfurt RheinMain der Vorsitzende des Kulturausschusses, Staatssekretär Ingmar Jung, und der Geschäftsführer, Dr. Helmut Georg Müller, haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Damit wird die Stadt Oestrich-Winkel für die kommenden drei Jahre „Mitglied auf Probe“ im Kulturfonds und kann im Anschluss entscheiden, ob sie ihm dauerhaft als Vollmitglied beitreten möchte. Dem Beitritt zugestimmt hatten im Vorfeld der Unterzeichnung die Gesellschafterversammlung des Kulturfonds, die Stadtverordnetenversammlung Oestrich-Winkels sowie das Land Hessen.

Schon in den letzten Wochen hatten Stadt und Kulturfonds begonnen, die Zusammenarbeit in zwei ersten gemeinsamen Projekten zu realisieren, dem Kurzfilmfestival „Shorts at Moonlight“, das Anfang August in Oestrich-Winkel stattfand und auf große Begeisterung stieß, sowie einer Lesung des Schriftstellers und Georg-Büchner-Preisträgers 2017 Jan Wagner im Rahmen der Frankfurter Lyriktage 2017 Ende Juni.

Der Kulturfonds hat es sich zum Ziel gemacht, die Bedeutung der Metropolregion Frankfurt RheinMain durch die Förderung kultureller und künstlerischer Projekte zu festigen und auszubauen. Der Fokus liegt dabei neben regional vernetzenden Angeboten vor allem auf Projekten, die national aber auch international Anerkennung finden. „Die Kooperation mit dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain ist für Oestrich-Winkel eine wunderbare Chance, um das künstlerische und kulturelle Angebot in unserer Stadt mit Signalkraft in den gesamten Rheingau zu erweitern und unseren Bürgerinnen und Bürgern neue und abwechslungsreiche Veranstaltungen zu bieten“, so der Bürgermeister der Stadt, Michael Heil, „Die enge Zusammenarbeit in den letzten Monaten hat uns einen gelungenen Vorgeschmack darauf gegeben, was uns in den nächsten drei Jahren erwartet. Ich bin fest davon überzeugt, das alle - die Einwohner des Rheingau, aber auch Initiativen, Vereine, Schulen oder Museen – von der engen Zusammenarbeit profitieren werden.“

Nach Inkrafttreten der Kooperationsvereinbarungen können lokale kulturelle Projekte – auch solche, die keine Institutionen der Stadt sind - einen Förderantrag an den Kulturfonds Frankfurt RheinMain stellen. Das breite Förderspektrum des Kulturfonds, das von kultureller Zusammenarbeit über Talentsuche und Erziehung in den Bereichen Wissenschaft, Bildung, oder Musik bis hin zum Export kultureller Spitzenleistungen reicht, spricht dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte an, die mit etwas Glück von der Förderung profitieren können.
„Mit Oestrich-Winkel haben wir einen Partner gefunden, der das Netzwerk des Kulturfonds um den Rheingau, eine Region voller Kultur und Geschichte, erweitert und viele neue Fördermöglichkeiten bereithält. Wir sind gespannt, welche kreativen und innovativen Projekte wir in den kommenden drei Jahren unterstützen dürfen und freuen uns sehr darauf, die gelungene Zusammenarbeit der vergangenen Monate fortzusetzen“, so Dr. Müller und Staatssekretär Jung.

Während der dreijährigen Kooperationsmitgliedschaft erhält Oestrich-Winkel Mitspracherecht in den Gremien des Kulturfonds. Die Vereinbarung sieht zudem vor, dass die Stadt jährlich zunächst zwei Euro pro Einwohner an den Kulturfonds Frankfurt RheinMain zahlt – bei aktuell knapp 11.500 Einwohnern rund 23.000 Euro. Jeder kommunal eingezahlte Euro wird gemäß dem Grundprinzip des Kulturfonds vom Land Hessen verdoppelt. Neben Oestrich-Winkel sind derzeit auch die Städte Bad Vilbel und Offenbach Kooperationspartner. Zu den dauerhaften Gesellschaftern des Fonds zählen neben dem Land aktuell die Städte Darmstadt, Frankfurt, Hanau und Wiesbaden sowie der Main-Taunus- und der Hochtaunuskreis.

Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain

Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain wurde im Jahr 2007 auf Initiative der Hessischen Landesregierung als gGmbH mit Sitz in Bad Homburg gegründet. Hauptaufgabe des Kulturfonds ist es, die Metropolregion Frankfurt RheinMain durch kulturelle Zusammenarbeit besser zu vernetzen, die Attraktivität zu stärken sowie die kunst- und kulturgeschichtliche Tradition der Region zu dokumentieren. Der Fonds fördert vor allem Projekte mit nationaler und internationaler Strahlkraft und daneben auch regional vernetzende Kulturaktivitäten. Dank der Zuwendungen seiner Gesellschafter konnte er bislang weit über 47 Millionen Euro Fördermittel bereitstellen.
Vorsitz des Kulturausschusses: Staatssekretär Ingmar Jung
Vorsitz des Kuratoriums: Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann
Geschäftsführung: Dr. Helmut Müller