
Am 1. September 1994 nahm die städtische Kindertagesstätte
"Im Pflaumenköpfchen" ihren Betrieb auf.
In einem pädagogischen Konzept wird das Umfeld der Kinder
und die Erfahrungen der Mitarbeiter dargestellt. Dieses wird fortgeschrieben,
überprüft und aktualisiert.
Anregungen und Fragen sind wir gegenüber aufgeschlossen.
"Der Kindergarten hat einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Er ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie und soll die Gesamtentwicklung des Kindes durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und Bildungsangebote fördern. Seine Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte Erziehungsarbeit die geistige, seelische und körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern und allen Kindern gleiche Entwicklungschancen zu geben."
Aus: Hess. Kindergartengesetz vom 14. Dezember 1989
§ 2 Abs. 1
Die Kindertagesstätte ist nicht ausschließlich Betreuung, sondern ist für viele Kinder über die meiste Zeit des Tages Alltags- und Lebensraum. Kita ist eine familienergänzende, pädagogische Einrichtung. Die Erziehungsverantwortung liegt bei den Eltern.
In unserer Kindertagesstätte werden Kinder vom zweiten
bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr betreut.
Im elementaren Bereich (2 bis 6 Jahre) haben sie drei verschiedene
Möglichkeit ihr Kind von uns betreuen zu lassen:
Als
weiteres Angebot steht ihnen unsere Schulkinderbetreuung zur Verfügung.
Die Kinder können vor Schulbeginn - sprich ab 7:30 Uhr -
gebracht werden und gehen von der Kindertagesstätte aus in
die Schule. Nach Schulende kehren sie wieder in unsere Einrichtung
zurück, essen gemeinsam, erledigen ihre Hausaufgaben und
nutzen das Freizeitangebot.
Während der Schulferien findet die Betreuung ganztägig
statt.
Hortplatz 7:30 Uhr -17:00 Uhr
Die folgenden drei Grundpfeiler setzen die Schwerpunkte unserer
pädagogischen Arbeit.
Wir arbeiten
Unsere Aufgabe liegt darin eine integrationsfördernde Atmosphäre
zu schaffen. Der Umgang und das Leben von behinderten und nicht
behinderten Kindern soll alltäglich werden. Das integrierte
Kind erfährt die Zugehörigkeit zur Gruppe, das Gefühl
der Geborgenheit und Sicherheit. Es erlebt sich selbst als Individuum
mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen, aber auch andere
Kinder mit anderen Bedürfnissen und Wünschen. Leben
und Lernen in der Gruppe bedeutet für die Kinder eine Erweiterung
ihrer Erfahrungswelt.
Sie motivieren sich gegenseitig, entwickeln gemeinsam Ideen. Konflikte
werden ausgetragen und gemeinsam gelöst, sowie die Rücksichtnahme
auf andere Schwächen. Sie müssen lernen zu akzeptieren,
dass nicht jeder Mensch so ist und handelt, wie man selbst, dass
es Menschen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen,
Fähigkeiten und Defiziten gibt.
In einer integrativen Gruppe wird die Gruppenstärke nach Anzahl der Integrationskinder zusammengesetzt (z.B. bei 3 Integrationskindern beträgt die Gruppenstärke maximal 17 Kinder).
Damit das integrativ betreute Kind gemäß den Rahmenbedingungen gefördert werden kann, müssen zu dem vorhandenen Fachpersonal zusätzlich 15 Stunden pro Wochen und pro Maßnahme sichergestellt sein.
Des Weiteren nehmen wir Rücksicht auf andere Konfessionen & Kulturen und beziehen sie in unseren Alltag mit ein. Bei der Zubereitung der Mahlzeiten geht die Kindertagesstätte auf die unterschiedlichen konfessionellen Bedürfnisse der Eltern ein.
Wir arbeiten nach dem Prinzip der Ganzheitlichkeit. Das bedeutet: Leben & Lernen mit allen Sinnen. Jeder Mensch hat unterschiedliche Anteile an den folgenden Bereichen: lebenspraktischer-, motorischer-, sozialer-, kreativer-, kognitiver- & emotionaler Bereich. Diese Bereiche werden in unserer Arbeit verstärkt & ganzheitlich entwickelt.
Hierbei geht es um die Entwicklung der Persönlichkeit.
Das Kind mit allen Fertigkeiten, Fähigkeiten und Defiziten
ist Ausgangspunkt unserer pädagogischen Arbeit. Da das Kind
mit vielen neuen Eindrücken und Situationen konfrontiert
wird ist für uns wichtig in der Kindertagesstätte Platz
und Zeit zu schaffen, um Eindrücke zu verarbeiten. Es soll
gerne in den Kindergarten kommen.
Ganzheitlichkeit bedeutet, dass wir auf die einzelnen Wahrnehmungsbereiche
der Kinder eingehen.
Kinder stellen aus dem Begreifen von Situationen und dem Verstehen
von Vorgängen einen immer intensiveren Kontakt zu sich selbst
her, so dass sie in ihrem eigenen "So-Sein" Sicherheit
finden und Zutrauen erleben.
Mit zunehmender Sicherheit gewinnt es mehr Selbstvertrauen und
Selbstbewusstsein, eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde
Entwicklung seiner Persönlichkeit.
Durch das Erleben in der Kindertagesstätte und den gemachten Erfahrungen werden Handlungsspielräume ergänzt und erweitert.
Zum Beispiel:
Wie bereits zu Beginn erwähnt gibt es verschiedene Bereiche, welche bei jedem Kind unterschiedlich ausfallen. Dem einen liegt das Kreative, dem anderen eher das Kognitive, jedoch sind alle Bereiche miteinander verbunden.
An den folgenden Zielen der einzelnen Bereiche wird gearbeitet:
Lebenspraktischer Bereich
Motorischer Bereich (=Bewegung, körperl. Bereich)
Sozialer Bereich (=Bereich der Haltungen / Werte / Überzeugungen)
Kreativer Bereich (=schöpferischer Bereich)
Kognitiver Bereich (=Geistiger-, Kenntnis- und Erkenntnisbereich)
Emotionaler Bereich (=gefühlsmäßiges, seelischer Bereich)
Durch die Einbeziehung der Kinder in den Tagesablauf der Kindertagesstätte werden sie mit den unterschiedlichsten Situationen konfrontiert. Zum Beispiel durch die Mithilfe vom Tisch abwischen, einkaufen gehen, entwickeln von Themenideen und vieles mehr.
Die Grundlage unsere Erziehung soll die Erlebniswelt der Kinder sein. Wir wollen Themen, die die Kinder bewegen in Projektarbeiten aufgreifen & sie durch unterschiedliche Mittel & Methoden (sprachlich, musikalisch, kreativ, ) intensivieren & zum Ausdruck bringen. Dabei knüpfen wir an dem individuellen Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes an.
Der situationsorientierte Erziehungsansatz begreift die pädagogische Arbeit mit Kindern als einen Prozess. Der Erzieher vermittelt dem Kind gegenüber seine Einzigartigkeit, andererseits vermittelt er ihm Individualität und Persönlichkeit.
"Kindergartenarbeit geschieht auf Grundlage der unterschiedlichen Lebensgeschichte der Kinder. D.h. die KITA ist keine reine Fördereinrichtung mit Inselcharakter, sondern eine Institution, die die verschiedenen Lebensbereiche der Kinder miteinander verknüpft.
Das bedeutet, dass die Kinder hier nicht mit Angeboten überfrachtet werden sollen, sondern vielmehr Raum- und Zeitmöglichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen, indem eigene Gestaltungsideen zum Tragen kommen können. (Aufarbeitungs- und Entwicklungshilfen). Lernprozesse geschehen hier über Handlungsprozesse. Wir berücksichtigen, dass Kinder durch ihre eigene Motivation und Neugier lernen und nicht durch vorgefertigte Lernangebote der Erwachsenen. Das Kind wird in seiner "natürlichen" Lernentwicklung situativ unterstützt aber nicht gradlinig gefördert oder überfordert."
(Quellenhinweis: Armin Krenz, Situationsansatz)
Lernprozesse geschehen hier über Handlungsprozesse, gemeinsam mit den anderen Kindern. Die Kinder sollen erleben, dass Wahrnehmen, Tun und Lernen positive Dinge sind und entwickeln mehr Selbstvertrauen. Es handelt sich hierbei um einen "selbstbestimmten Lernprozess".
Im Gruppenalltag sieht es wie folgt aus:
Die Erzieher beobachten das Gruppengeschehen und hören besonderes
im Sitzkreis (Gesprächskreis/Kinderkonferenz) auf die aktuellen
Interessen der Kinder hin. Die Kinder entwickeln und gestalten
dann gemeinsam, unter anderem auch mit der Mithilfe von den Eltern,
das neue Projekt. Es finden immer mal wieder Überprüfungen
in den Kinderbesprechungen oder bei Teamsitzungen statt, ob das
derzeitige Thema noch aktuell ist. Der Weg, sprich die Gestaltung
des Themas und die Miteinbeziehung der Kinder in jedem einzelnen
Handlungsschritt ist das Ziel. Ein Beispiel: Kinder machen selbständig
telefonisch einen Termin für einen gemeinsamen Ausflug aus.
Sie überlegen wie man an die Telefonnr. kommt, u.s.w.
Kinder arbeiten wesentlich neugieriger und aufmerksamer an dem
Projekt, da es IHRES ist.
Intern
Extern
Sitzkreis, freies Spielen, Bauen, Bilderbuchbetrachtungen, kreatives Gestalten, gemeinsame Spiele, Turnen, Kleingruppenangebote, Bewegungsangebote im Außengelände, Rhythmik, Musizieren, Tanzen, Singen o.ä., themenspezifische Angebote, Ausflüge, Feste, Geburtstage, lebenspraktische Tätigkeiten wie Einkaufen, Kochen, Aufräumen, Gartenpflege o.ä.
1-mal pro Woche Kinderkonferenz mit den Hortkindern
Letzter Freitag im Monat keine Hausaufgaben, stattdessen gemeinsam
geplanter Ausflug
bis 16.30 Uhr Kiga-Abholzeit
bis 17.00 Uhr Kita-Abholzeit
AG-Tag (freitags)
9.15 Uhr Treffen mit allen Kindern und Erzieherinnen in der Turnhalle
zum gemeinsamen Singen, Geschichtenlesen oder Vorführung
der Gruppen (Beginn des Projekttages)
Die Kinder dürfen ihr Angebot selbst auswählen. Zu den
Angeboten zählen:
Bewegung, Verkleiden, Bauen, Spielen, Werken, Entspannung, Naturerlebnisse,
Gartenpflege und vieles mehr.
Während des vormittags wird im Flur ein Frühstücksbüffet
angeboten.
Die KITA ist eine familienergänzende Einrichtung.
Ein guter und regelmäßiger Austausch von Erzieherinnen
und Eltern ist ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen
Arbeit.
Folgende Formen der Elternarbeit werden praktiziert:
Zudem unterstützt die KITA gerne von Eltern initiierte Veranstaltungen wie z.B. Flohmarkt, Bücherecke,... .
Wir erwarten: