Neben der Abteikirche Eberbach ist die Basilika St. Ägidien in Mittelheim die älteste Kirche im Rheingau. Der romanische Bau stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Fundamente der Südseite stehen auf Resten eines Vorgängerbaus aus dem 10. Jahrhundert. Die Mittelheimer können damit für sich in Anspruch nehmen, die älteste Kirche im Rheingau zu besitzen. Ursprünglich war die Basilika eine Klosterkirche, erbaut von den Augustiner-Chorherren, nachdem 1131 vom Mainzer Erzbischof Adalbert wegen Zuchtlosigkeit von ihrem Besitz in Eberbach vertrieben worden und dort die Zisterzienser eingezogen waren. Die Chorherren gründeten in Mittelheim ein Doppelkloster zu Ehren des heiligen Ägidius, in dem sowohl Mönche als auch Nonnen lebten. Das Mönchskloster bestand aber nur wenige Jahrzehnte. Als die Nonnen 1213 ihr Kloster ins Gottesthal bei Oestrich verlegten, existierte kein Konvent der Mönche mehr.
Das Graue Haus war das Stammhaus der Familie Greiffenclau, deren Stammbaum bis zum Jahr 1097 zurückverfolgt werden kann. Es diente der Familie bis 1330 als Wohnsitz, später als Wohnhaus für Beschäftigte von Schloss Vollrads. Nach einer Brandkatastrophe 1964 baute der damalige Besitzer Erwein Graf Matuschka-Greiffenclau mit Hilfe des Landes Hessen, des Rheingau-Taunus Kreises und der Stadt Oestrich-Winkel das Graue Haus wieder aus.
Über das Alter des Grauen Hauses gibt es die unterschiedlichsten Theorien. Paul Eichholz vermutet, daß es um 850 gebaut wurde und Wohn- und Sterbehaus des Erzbischofs und Gelehrten Rhabanus Maurus (780-856) war. Werner Barkbausen datiert das Mauerwerk in die Mitte des 12. Jahrhunderts. Ernst Holstein kam mit Hilfe der Jahresringchronologie zu dem Ergebnis, daß das Holz des Dachstuhles aus Eichenstämmen gefertigt wurde, die zwischen 1035 und 1075 gefällt worden sind. Der Bau des Grauen Hauses muß also um 1075 in Angriff genommen worden sein. Folgt man der Theorie von Holstein, ist das Graue Haus das älteste Steinhaus Deutschlands.
Nach dem Ritter Volradus von Winkel (1218) benannt. Anfänge und Kern der Anlage bildet ein von einem Teich umgebener Wohnturm. Seit 1320 Stammsitz der Familie Greiffenclau. Im 16. und 17. Jahrhundert waren Mitglieder der Familie Erzbischöfe von Trier und Mainz. Im Rheingauer Bauernaufstand von 1693 wählte man Friedrich von Greiffenclau zum Anführer und "Hauptmann des gemeinen Lagers". Im 19. Jahrhundert erlosch die männliche Linie. Die Erbin heiratete den schlesischen Grafen Hugo Matuschka. Mit dem Tode Sophia, Reichsfreiin von Greiffenclau, im Jahre 1909, endete die Stammreihe der Ritter von Greiffenclau.Seitdem Namensvereinigung Matuschka-Greiffenclau. 1684: Errichtung des barocken Herrenhauses durch Georg Philipp von Greiffenclau. Das Haus wurde 1907 modernisiert und wird als Restaurant genutzt.
Nach der Aussage der Mittelheimer Chronik wurde das Rathaus in Mittelheim im Jahre 1504 erbaut. Der zweigeschossiger Massivbau in gotischem Stil. Mehrmalige Restaurierungen um 1700 und 1960. Im Obergeschoss vertäfelter Ratssaal.
Die Brentanos hatten im 17. Jahrhundert ein Handelshaus in Frankfurt gegründet. 1804 erwarb die Familie das Ackermannsche Haus in Winkel, das ihr fortan als Sommersitz diente. Es wurde zum Treffpunkt eines großen Freundeskreises aus Kunst und Wissenschaft. Clemens Brentano, einer der Begründer der Rheinromantik, noch häufiger Bettina Brentano mit ihrem späteren Mann Achim von Arnim, verbrachten hier viele Sommer, und mit ihnen kamen so bedeutende Persönlichkeiten wie die Brüder Grimm oder der Jurist Friedrich Carl von Savigny nach Winkel.
Wie es heißt, wurde die alte Feldscheune von einem wohlhabenden Geschäftsmann namens Behringer errichtet. Wann genau dies geschah, ist nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass Behringer hier 1808 eine Gerberei betrieb, was historische Berichte belegen. Und fest steht weiterhin, dass diese Gerberei empfindlichen Nasen ein Dorn im Auge war.
Die Entstehungszeit der Pfarrkirche ist um 900 anzusetzen. Das heutige Gotteshaus ist spätgotisch. (Turm 12. Jahrhundert) 1523 - 154: Anbau von drei Treppentürmen. 1677 - 1678: Kirchenschiff und Chor umgestaltet. Hinter der Kirche findet man das Grab der Karoline von Güdnerode (1780 - 1806).