Wasser und Abwasser

Wasser

Die Wasserversorgung in Oestrich-Winkel wird seit 2008 von der Rheingauwasser GmbH sichergestellt.

Die Kontaktaufnahme und Abwicklung wichtiger Serviceleistungen zur Verbrauchsabrechnung sind über die Internetseiten der Rheingauwasser GmbH möglich.


Abwasser

Eigenbetrieb Stadtwerke

Aufgabe der Abwasserbeseitigung ist es, die auftretenden Schmutz- und Niederschlagswässer abzuleiten. Dazu unterhalten die Stadtwerke ein ca. 56 km langes Leitungsnetz, hinzu kommen 3.535 Kanalhausanschlüsse. Die Dimension des Leitungsnetzes reichen vom Rohrdurchmesser DN 150 mm bis DN 1.200 mm.

Weiterhin werden von den Stadtwerken 11 Regenüberlaufbauwerke unterhalten.

Die Stadtwerke Oestrich-Winkel sind Mitglied bei zwei Abwasserverbänden:

  • Abwasserverband „Oberer Rheingau“
  • Abwasserverband „Mittlerer Rheingau“

Der Großteil des Abwassers der Stadt Oestrich-Winkel entwässert zum Abwasserverband „Mittlerer Rheingau“. Das Abwasser von Oestrich, Mittelheim und Winkel werden über Verbandssammler zum Klärwerk des Abwasserverbandes „Mittlerer Rheingau“ in Geisenheim abgeleitet und dort geklärt;

Der kleinere Anteil, der ausschließlich den Stadtteil Hallgarten mit dem Rebhang betrifft, entwässert zum Abwasserverband „Oberer Rheingau“. Auch hier wird das Abwasser mittels Verbandssammler zum Klärwerk in Erbach abgeleitet und dort geklärt.

Abwasserverband „Mittlerer Rheingau“
www.av-mittlerer-rheingau.de

Abwasserverband „Oberer Rheingau“
www.abwasserverband-oberer-rheingau.de

Kontaktdaten Eigenbetrieb Stadtwerke

Hausanschrift:
Eigenbetrieb Stadtwerke
Paul-Gerhardt-Weg 1
65375 Oestrich-Winkel


Übersicht aller Formulare:

Abwassergebührensplitting

Zum 01.01.2009 hat die Stadt Oestrich-Winkel das Abwassergebührensplitting eingeführt. Dies ist ein System zur getrennten Berücksichtigung von Niederschlags- und Schmutzwasser bei der Erhebung der Abwassergebühren.

Träger von Abwasserentsorgungseinrichtungen sind gemäß des länderspezifischen Kommunalabgabengesetzes (KAG) verpflichtet, die Kosten zur Abwasserbeseitigung durch Entgelte (i.d.R. Abwassergebühren) zu decken. Die Gebührenhöhe wird dabei wesentlich durch den Gebührenmaßstab bestimmt.

Der Frischwasserverbrauch als Wahrscheinlichkeitsmaßstab zur Abwassergebühren-berechnung beruht auf der Annahme, dass eine ungefähr gleichbleibende Relation zwischen der vom Grundstück abgeleiteten Schmutzwassermenge und der Regenwassermenge besteht. Dieses Verhältnis kann jedoch gestört sein, wenn es eine intensivere Ableitung von Regenwasser in Kerngebieten sowie in Gewerbe- und Industriegebieten gibt. Hier werden erstmals alle versiegelten Flächen erfasst und zu den Abwasserkosten mit herangezogen.

Die Abwasserkosten in Oestrich-Winkel betragen:

  Schmutzwasser
pro m³
Frischwasserverbrauch
Niederschlagswasser
pro m²
versiegelter Fläche
Seit 01.01.2016
2,28 € 0,40 €
01.01.14-31.12.2015 2,45 € 0,40 €
01.01.-31.12.2013 2,61 € 0,46 €
01.01.-31.12.2012 2,65 € 0,42 €
01.01.-31.12.2011 2,28 € 0,36 €
01.01.-31.12.2010 2,21 € 0,34 €
01.01.-31.12.2009 2,24 € 0,35 €

Vordrucke

Den nachstehenden Vordruck können Sie im PDF – Format herunterladen:

Selbsterklärungsbogen zur Angabe von Veränderungen an Flächen, die in den Kanal entwässern:

Selbsterklärungsbogen

Hausanschluss - KANAL –

Wenn Sie ein Gebäude in Oestrich-Winkel errichten oder wesentlich erweitern wollen, so wenden Sie sich Bitte rechtzeitig vorher an die Mitarbeiter der Stadtwerke, um den entsprechenden Hausanschluss (Anschlussleitung) für Kanal zu beantragen. Rechtliche Grundlage für die Errichtung des Hausanschlusses ist die „Entwässerungssatzung der Stadt Oestrich-Winkel“ in der jeweils gültigen Fassung.

Die Entwässerungssatzung können Sie bei den Stadtwerken Oestrich-Winkel anfordern oder unten per Klick aufrufen und ausdrucken.

Für die Errichtung eines Kanalanschlusses benötigen Sie einen entsprechenden Antrag auf Anschluss an die öffentliche Entwässerung (Antrag auf Anschluss an die Abwasserbeseitigungsanlage).

Abwasserüberwachung

Nach den Vorschriften der Verordnung über die Eigenkontrolle von Abwasseranlagen sind die Stadtwerke Oestrich-Winkel verpflichtet auch die Einleitungen Dritter in Abwasseranlagen durch regelmäßige Untersuchungen zu überwachen, soweit es sich um nicht häusliches Abwasser – also Industrieabwässer – handelt.

Die Stadtwerke Oestrich-Winkel verfügen über kein eigenes Untersuchungslabor, weshalb die regelmäßigen Kontrollen durch die Abwasserverbände „Mittlerer Rheingau“ und „Oberer Rheingau“ durchgeführt werden. Der Gebührentarif für die Kontrolluntersuchungen ist Bestandteil der Entwässerungssatzung und wird von den Unternehmen getragen.

In der Entwässerungssatzung der Stadt Oestrich-Winkel sind die Einleitungsbedingungen des Abwassers, die Grenzwerte einzelner Schadstoffe u.a. festgelegt.

Vordrucke

Die nachstehenden Vordrucke können Sie im PDF – Format herunterladen:

Herstellen eines Anschlusses

Die Stadt Oestrich-Winkel betreibt über den Eigenbetrieb Stadtwerke die öffentlichen Leitungen für die Entwässerung. Die entsprechenden Anschlussleitungen im Privatbereich sind bei einem Bauvorhaben vom Bauherrn bauseits ausführen zu lassen.

Im öffentlichen Bereich dürfen nur zugelassene Tiefbaufirmen tätig werden. Die Arbeiten für die Herstellung der Anschlussleitung im öffentlichen Bereich werden auf Antrag des den Bauherren/ Grundstückseigentümers durch die Stadtwerke beauftragt und durchgeführt. Die Kosten hierfür werden dem Bauherrn/ Grundstücks-eigentümer in Rechnung gestellt.

Die Gesamtbaukosten für die Erstellung der Anschlussleitungen können nach Vorlage der Planung und nach Abstimmung der Leitungstrasse durch den Architekten bzw. durch die Tiefbaufirma in Form eines Angebotes ermittelt werden. Eine vorherige pauschale Aussage hierzu ist nur sehr ungenau möglich.

Bezüglich Gas (Süwag), Strom (Süwag), Telefon (Telekom) u. Kabelfernsehen (unitymedia) wendet man sich an die jeweiligen Versorger, da dort z.T. andere Bedingungen für die Erstellung der Versorgungsleitungen gelten.

Antrag auf Anschluss an die Abwasserbeseitigungsanlage

Infoblatt Grundstücksentwässerungsanlagen

Gesetz ist zur Zeit ausgesetzt, da es überarbeitet wird.

Auf bis zu 1,5 Millionen Kilometer Länge wird der Bestand an Hausanschlusskanälen und Grundleitungen in Deutschland geschätzt. Diese Leitungen sind nach den geltenden Rechtsvorschriften und technischen Normen bis Ende 2024 einer Zustandskontrolle bzw. Dichtheitsprüfung zu unterziehen (Verweis auf das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) § 18 b und die DIN1986 Teil 30). Für Hausanschlusskanäle, die nach dem 1. Januar 1996 neu gebaut oder dauerhaft saniert wurden gilt die Frist bis Ende 2039.

Die Eigenkontrollverordnung des Landes Hessen (EKVO) weist daraufhin, dass Fachunternehmen die die Untersuchungen durchführen folgende Befähigungen bzw. Nachweise vorzulegen haben:

  • Sachkundenachweis gemäß DWA-Arbeitsblatt A139 Pkt. 13.1 Vorbereitende Maßnahmen 1-5 ist zu erbringen.
  • Entweder Mitglied im Güteschutz Kanalbau sein und der Gruppe I (Inspektion) angehören
  • oder den Nachweis eines ATV-Ki-Zertifikats (Kanalinspektions-Zertifikat der Abwassertechnischen Vereinigung) vorlegen können
  • oder dem Verband deutscher Rohr- und Kanaltechnikunternehmen (VDRK) angehören und mit den Gütesiegeln RR (Rohrreinigung) und I (Inspektion) zertifiziert sein

Wurden bei der Kanalbefahrung Schäden wie z.B. Risse, Verwurzelungen etc. fest-gestellt, so sind diese umgehend zu sanieren. Die Mängel sollten während der Kamerabefahrung auf Video aufgezeichnet werden, so dass die vom Grundstückseigentümer beauftragte Ingenieurbüro/Fachfirma ein Sanierungskonzept ausarbeiten kann. Nach Beendigung der Sanierung hat erneut eine Dichtheitsprüfung zu erfolgen:

  • bei neu errichteten Kanälen und bei der Sanierung mit Inlinern eine Prüfung gemäß DIN EN 1610 (Wasserstandsfüllung bis Geländeoberkante oder Luft-Druckprüfung)
  • in allen anderen Fällen mittels Wasserstandsfüllung bis 10 cm über Rohrscheitel

Das Ergebnis ist zu protokollieren und den Stadtwerken vorzulegen.

Die Fristen der Wiederholungsprüfungen sind abhängig von der Lage des Grundstücks und der Art des abgeleiteten Abwassers:

  • bei Grundstücken im Wasserschutzgebiet, Schutzzone II (Engere Schutzzone) nach ATV-DVWK-A 142, ist eine Wiederholungsprüfung alle 5 Jahre erforderlich
  • Bei Grundstücken, von denen gewerbliches oder industrielles Abwasser abgeleitet wird und deren Abwasser gemäß Entwässerungssatzung regelmäßig untersucht wird, ist eine Wiederholungsprüfung alle 15 Jahre + 2 zusätzliche optische Zustandserfassungen erforderlich.
  • Bei allen anderen Grundstücken ist eine Wiederholungsprüfung (Kamerabefahrung) alle 30 Jahre erforderlich. Eine Dichtheitsprüfung mittels Wasserstandsbefüllung ist hier nicht nötig.

Die Stadtwerke bzw. die von Ihnen Beauftragten werden hierüber alle Bürger noch rechtzeitig in Form von Bürgerinformationsveranstaltungen in den jeweils einzelnen Stadtteilen ausführlich informieren und auch beraten.