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Oestrich-Winkel | Veranstaltungen | Im Rheingau brennt bei Neradt unbd Renneisen de Kittel!

Sonntag, 10. Oktober 2010

Im Rheingau brennt bei Neradt unbd Renneisen de Kittel!

Hessische Trikolore: Neradt, Renneisen, Nowacki

U. Neradt und W. Renneisen haben den hessischen Ureinwohnern aufs Schlappmaul geguckt. Verstärkt am Klavier durch A.Nowacki entsteht ein heiteres Kaleidoskop der Menschen an Rhein, Main und im Mittelgebirgsgehölz. www.ztix.de/infos/s60124.html

10.10.2010, 19Uhr
Onlinetickets: www.ztix.de/infos/s60124.html

10.10./ 19Uhr
U.Neradt/ W.Renneisen
„Isch glabb mir brennt de Kiddel“- Hessisch für Einsteiger
Tickets: VVK 19€, AK 21€
Dem Hessen auf's Schlappmaul schauen, das ist die Profession dieses Duos, das sich in diesem heiteren hessischen MundArtabend zusammentut: Walter Renneisen und Ulrike Neradt. In Sketchen, heiteren und ernsten Texten, Chansons und Kabinettstückchen präsentiert das Duo gemeinsam die Hessen, wie sie nicht jeder kennt, aber jeder lieben muss! Zu Gehör kommen große ebenso wie nicht ganz so große Literaten, die “ihre” Hessen im wahrsten Sinne beim Wort, aber nicht immer ganz ernst genommen haben. Ein höchst vergnüglicher hessischer Abend Der Westfale Nowacki (Piano) gibt seinen „Senf“ dazu.

PRESSE:
Das Dreier-Gespann Renneisen, Neradt, Nowacki betritt die Bühne. Applaus brandet auf. Und sogleich legen die Chansonette Ulrike Neradt, der Raunheimer Rezitator Walter Renneisen und Pianist Alfons Nowacki los, indem sie mit den "Schnappschüsse aus Hessen" schlaglichtartig kleine Gags oder Anekdötchen, die wie gestern von der Straße aufgelesen daher kommen, in Szene setzen. Zur Einführung begibt sich Renneisen in die rheinische Tiefebene, lässt mit seiner kraftvollen, ausdrucksstarken Stimme die wechselvolle Topographie der Region auferstehen und touchiert dabei auch geologische Aspekte, bevor er die provokante Frage stellt: "Findet unser heutiges Leben auf einer Schutthalde statt?" Da wird die Liebe der Hessen zu Zischlauten aufgrund von geographischen Gegebenheiten hergeleitetet und der hessische Dialekt mit einem Fahrradschlauch verglichen, der die Luft verliert. Sozusagen Zischkunst - ähhh, Dichtkunst. Eine etymologische Erklärung des Wortes "Hessen" und die Suche nach den Urwurzeln dieses Volkes in den Zeiten der Kelten, Germanen und Franken findet ebenfalls statt.
Wie die "Schnappschüsse aus Hessen" wird auch der bekannte hessische Zungenbrecher vom Würmchen mit seinem Schirm auf dem Turm zum Wiederholungsmoment, das auch mal auf Reinhard Mays "Über den Wolken" interpretiert wird. In Ulrike Neradt hat Renneisen sein weibliches Pendant gefunden, die herrlich unangestrengt Personalpronomen durcheinander bringt, einen Charakter mal dümmlich-arrogant mit Fiepsstimme koloriert und im nächsten Sketch als nachbarliche Klatschbase schwadroniert. Das Trio begibt sich schauspielernd, singend, erzählend auf die Spur des gemeinen Hessen und findet dabei bittersüße Trennungsgespräch am Tresen, sprachliche Missverständnisse von Passanten oder auch technische Probleme eines Kuckucksuhren-Kuckucks.