Historische Sehenswürdigkeiten
international bedeutende Hochschule

Oestrich-Winkel liegt in der Mitte des Rheingaus, etwa 20 km westlich von Wiesbaden. Die Stadt wurde aus den bekannten Weinorten Oestrich, Mittelheim, Winkel und Hallgarten gebildet. Die Verkehrsanbindung erfolgt über die B 42 Koblenz - Wiesbaden und die nahezu parallel verlaufende Bahnstrecke. Nach Rüdesheim am Rhein und Wiesbaden verkehren Linienbusse. Ein Autobahnanschluß besteht nach 15 km am Schiersteiner Kreuz an die A 66 Richtung Frankfurt und die A 60 Richtung Mainz/Bingen mit Anbindung an die A 61 Köln - Ludwigshafen. Durch die Rheinfähre nach Ingelheim ergibt sich eine Verbindung zur A 60 an der Anschlußstelle Ingelheim-West. In den Stadtkernen finden sich bedeutende Sehenswürdigkeiten, wie die Basilika St. Ägidius aus dem 10. Jhd. in Mittelheim oder die gotische Martinskirche in Oestrich. In Winkel nehmen das "Graue Haus" aus dem 12. Jhd., das als ältestes, bewohnbares Steinhaus Deutschlands gilt, und das Haus der Familie von Brentano einen besonderen Rang ein. Als Wahrzeichen der Stadt gilt der historische Weinkran am Rheinufer aus dem Jahr 1745. Nördlich von Winkel liegt in Höhenlage Schloß Vollrads als einzig erhaltene Wasserburg des Rheingaus. Ein kulturhistorisches Kleinod, die Schrötermuttergottes aus dem Jahr 1415, steht in der örtlichen Pfarrkirche in Hallgarten. Im Schloß Reichartshausen in Oestrich befindet sich die European Business School (EBS). Als überregional renommierte, private Hochschule prägt die EBS u.a. die Internationalisierung der Region Frankfurt RheinMain. Berufsbegleitende Studiengänge werden in Betriebswirtschaftslehre, Finanzökonomie, Marketing und Kommunikation angeboten. Die Geschäftsstellen der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH und des Rheingau-Musik-Festivals haben ihren Sitz in der Stadt. Am Fuße der Hallgartener Zange, inmitten weltbekannter Weinberge (Hallgartener Jungfer), liegt der Stadtteil Hallgarten mit der Geschäftsstelle des Rheingauer Weinbauverbandes.
Zunehmende Bevölkerung - namhafte Unternehmen
Zuletzt hatte Oestrich-Winkel rund 12.000 Einwohner. Gegenüber 1987 entspricht das einer Zunahme von 10 %. Die Kaufkraft liegt bei 17.355 Euro pro Einwohner und damit gut 7 % über dem Bundesdurchschnitt. Durch die Verkehrsanbindung ist Oestrich-Winkel ein günstig gelegener Standort für Industrie und Gewerbe. Die Koepp AG und LCN haben als bekannte, überregional tätige Unternehmen, hier ihren Firmensitz. Die Firma Lafarge Roofing GmbH & Co KG, international tätig in der Projektierung von Dachsystemen, gründete in der Stadt ein Tochterunternehmen.
Ansteigende Dienstleistungen
In Oestrich-Winkel wurden zuletzt knapp 1.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ermittelt. Gegenüber 1987 entspricht das einer Zunahme um rund 7 %. Einen Anstieg von etwa 360 Beschäftigten verzeichnete insgesamt der Dienstleistungssektor. Der Handel verzeichnete eine leichten Rückgang um 8% auf 189 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Im Produzierenden Gewerbe erfolgte dagegen ein Rückgang um rund 234 Beschäftigte. Dies ist weitgehend auf Rationalisierungseffekte bei den größeren Unternehmen wie der Koepp AG im Stadtteil Oestrich, einem kunststoffverarbeitenden Unternehmen sowie dem Kunststoffwerk der Lafarge Roof System Components GmbH & Co. KG im Stadtteil Mittelheim zurückzuführen. Zunehmende Bedeutung erlangen Technologiefirmen im High-Tech-Bereich. Drei Unternehmen sind in der Produktionstechnik tätig, ein weiteres in der Umweltwirtschaft. Den Schwerpunkt bilden neun Betriebe der Informations- und Kommunikationstechnologie.
Gewerbeflächen
Die Gewerbeflächen der Stadt Oestrich-Winkel von derzeit ca. 21,1 ha verteilen sich auf verschiedene Bereiche innerhalb des Stadtgebietes; u.a. am östlichen Ortsrand von Oestrich, am westlichen Ortsrand von Winkel und am östlichen und nördlichen Ortsrand von Mittelheim. Brachen, Leerstände oder auch Umnutzungen sind innerhalb dieser bestehenden Gewerbeflächen vorhanden bzw. möglich.
Informationen für Existenzgründer
Im Starternetzwerk Wiesbaden-Rheingau-Taunus sind die wesentlichen institutionellen Anlaufstellen rund um das Thema 'Existenzgründung' in der Landeshauptstadt Wiesbaden und im Rheingau Taunus Kreis vernetzt.
www.starternetzwerk-wiesbaden.de
Kreiswirtschaftsförderung Rheingau-Taunus
Herr Achim Staab
Heimbacher Straße 7
65307 Bad Schwalbach
Telefon: 06124/510-620
Telefax: 06124/510-18620
E-Mail: achim.staab@rheingau-taunus.de
| Einwohner | |
| 25.05.1987 | 10.860 |
| 30.06.2003 | 11.948 |
| Veränderungen zwischen 1987 und 2003 |
+ 1.088 (+ 10 %) |
| Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte * |
|
| 30.06.1987 | 1.720 |
| 30.06.2002 | 1.839 |
| Veränderungen zwischen 1987 und 2002 |
+ 119 (+ 6,9 %) |
| Dienstleistungsanteil 1987 | 38,0 % |
| Dienstleistungsanteil 2002 | 55,0 % |
| Kaufkraft | |
| 2001 | 17.355 € /Einw., 107,3 % (BRD = 100 %) |
| Hebesätze | |
| 2003 | |
| Gewerbesteuer | 350 % |
| Grundsteuer A | 280 % |
| Grundsteuer B | 250 % |
| Gewerbesteueranteil | 15,8 % |
| (an den Steuereinnahmen 2002) | |
| Gewerbeflächenreserven | nur innerhalb der bestehenden Gewerbeflächen (Brachen, Leerstände oder Umnutzungen) |
| Preis für Gewerbegrundstücke | ca. 80 EUR/m² |
| Verkehrsanbindung | ca. 15 km zur A66 ca. 20 km nach Wiesbaden ca. 30 km zur A60, Autobahnkreuz 'Mainz' Rheinfähre nach Ingelheim - ca. 2 km zur A60, Anschlußstelle 'Ingelheim-West' |
| *) entspricht weitgehend den Arbeitsplätzen vor Ort, ohne Selbständige, Beamte und geringfügig Beschäftigte. | |
| Quellen: Wirtschaftsförderung Region Frankfurt Rheinmain, Statistisches Landesamt Hessen, GfK Marktforschung. | |
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Kreiswirtschaftsförderung Rheingau-Taunus 2003