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Bürgermeister Tenge besuchte Kleinstadtakademie

Bürgermeister Tenge und Wirtschaftsförderer Bankwitz besuchten Pilotprojekt der Kleinstadtakademie in Wittenberge

Oestrich-Winkel, den 11. Oktober 2021 – Oestrich-Winkel gehört zu den ausgewählten Kommunen, die seit Mai 2021 am Pilotprojekt „Kleinstadtakademie“ der Bundesregierung teilnehmen. Am Montag, den 04. Oktober 2021 machten sich Bürgermeister Kay Tenge und Wirtschaftsförderer Ruprecht Bankwitz daher auf den Weg zu einem zweitätigen Startschuss-Treffen in Wittenberge im Brandenburgischen Elbtal.

Im Jahr 2018 hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat die Initiative „Kleinstädte in Deutschland“ gestartet, deren Kern das Pilotprojekt „Kleinstadtakademie“ ist. Ziel ist, die Kleinstädte Deutschlands miteinander zu vernetzen, immer mit Blick auf ihre Stärkung, damit sie ihre zukünftigen Aufgaben auf dem Gebiet der Daseinsvorsorge gut bewältigen.

In dem Verbund, an dem Oestrich-Winkel teilnimmt geht es um das Thema ‚Kleinstädte und neue Arbeitswelten‘ – gemeint ist, wie sich der Wandel in der Arbeitswelt im Zeichen der Digitalisierung auf das städtische Miteinander auswirkt.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte der Austausch bisher nur digital stattfinden. Nun war es endlich soweit, dass sich die Bürgermeister und Wirtschaftsförderer der fünf beteiligten Kleinstädte das erste Mal persönlich zu einer sogenannten „Transferwerkstatt“ treffen konnten.

Bürgermeister Kay Tenge (parteilos) freute sich über den regen Austausch und die vielen Anregungen: „Auch wenn die Grundvoraussetzungen in den verschiedenen Kleinstädten sehr unterschiedlich sind, stehen wir alle vor der gleichen Frage: ‚Wollen wir den Wandel in der Arbeitswelt nur beobachten oder die Herausforderungen und Chancen daraus nutzen und gestalten.‘ Nachdem Oestrich-Winkel in den letzten Jahrzehnten zu einer Pendlerhochburg geworden ist, habe ich die Hoffnung, dass zukünftig wieder mehr Bürgerinnen hier vor Ort arbeiten, einkaufen und sich einbringen werden. Um diese Aufgabe zu meistern reicht es aber nicht, wenn wir uns im ‚Elfenbeinturm‘ der Verwaltung Gedanken dazu machen, sondern es bedarf der aktiven Mitarbeit aller Bürgerinnen und Bürger, die an diesem Thema Interesse haben. Daher freue ich mich über jede Person, der sich bei der Stabsstelle Wirtschaftsförderung meldet.“

Die zweite Transferwerkstatt wird im April nächsten Jahres in Oestrich-Winkel stattfinden.

Kleinstädte vernetzen sich und bewältigen Herausforderungen gemeinsam

Seit der Corona-Pandemie stehen die Kleinstädte Deutschlands im Fokus, da sie den Wunsch Vieler nach einem weniger verdichteten, gesunden, grünen und dennoch urbanen Lebensumfeld erfüllen. Als Wirtschaftsstandorte des Mittelstandes haben sie beste Voraussetzungen, ihre Leistungsfähigkeit in den Bereichen Wohnen, Kultur, Bildung und Soziales weiter voranzutreiben. Infrastruktur und Daseinsvorsorge im Zeichen des demographischen Wandels zu sichern, ist der zentrale Gedanke der Kleinstadtakademie.

Bürgermeister Tenge erklärt dazu: „Die Herausforderungen der Megatrends Digitalisierung, Klimawandel und Migration machen auch vor den Toren der Kleinstädte wie Oestrich-Winkel nicht halt. Durch die Teilnahme am Pilotprojekt Kleinstadtakademie sind wir automatisch beteiligt an vielfältigen Austausch-, Beratungs-, und Vernetzungsangeboten, welche die Kommunen dazu befähigen ihre eigenen Potenziale zu erkennen und zu nutzen.“

Ab dem Jahr 2023 soll die Kleinstadtakademie institutionalisiert werden. Sie ist bestimmt, den deutschen Kleinstädten zu helfen, im regionalen und globalen Wettbewerb um junge Arbeitskräfte, Familien, Arbeitsplätze und Kaufkraft zu bestehen.

Sitzung der Kleinstadtakademie im Rathaus von Wittenberge an der Elbe am 05.10.2021