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Bürgermeister Tenge unterzeichnete Vertrag mit Kulturfonds Frankfurt RheinMain

Oestrich-Winkel und Kulturfonds unterzeichnen Gesellschaftervertrag

Kultur auch in schwierigen Zeiten stärken – Klares Bekenntnis zur Zusammenarbeit in Frankfurt RheinMain

Oestrich-Winkel, den 19.08.2020 - Bereits seit 2017 engagiert sich die Stadt Oestrich-Winkel im Kulturfonds. Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit war die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages durch den damaligen Bürgermeister, Michael Heil, sowie den damaligen Geschäftsführer des Fonds, Dr. Helmut Müller.

Dass die Kooperation Früchte trage, sei ein entscheidendes Argument für die Fortführung und den nunmehr erfolgten Beitritt gewesen, so Tenge: „Die Zusammenarbeit hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Wir konnten eine Reihe kreativer und spannender Veranstaltungen in Oestrich-Winkel begrüßen, was in dieser Form ohne die Kooperation mit dem Kulturfonds sicher nicht möglich gewesen wäre. Umso mehr möchten wir mit dem Beitritt das Signal senden, dass wir hier bei uns im Rheingau auch in Zukunft ein tolles Kulturangebot für die Bürgerinnen und Bürger anbieten möchten. Wir wissen, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern stärker sind als jeder einzeln und für die Kulturlandschaften vor Ort so einen echten Mehrwert bieten können. Umso mehr freue ich mich auf weitere tolle Projekte und Veranstaltungen, die wir mit dem Fonds angehen werden.“ Mit der Unterzeichnung reiht sich Oestrich-Winkel in den Kreis der Gesellschafter ein.

Durch den Kulturfonds habe die Stadt Oestrich-Winkel Zugang zu einer Vielzahl an künstlerischen Highlights, die ohne die Zusammenarbeit mit den Partnern in der Region nur schwer nach Oestrich-Winkel zu holen seien, so Tenge. Als Beispiel nannte er die Reihe „KINO VARIÉTÉ RheinMain — eine Region entdeckt ihre lokale Filmgeschichte“, die im vergangenen Jahr in Oestrich-Winkel Halt machte. In der liebevoll sanierten Brentanoscheune genoss das Publikum eine regionale Auswahl an Stummfilmen und lokalen Klassikern. Für die musikalische Untermalung sorgte ein Wiesbadener Jazz-Künstler sowie eine Mainzer Stimmkünstlerin. Und auch das beliebte Kurzfilmfestival „Shorts at Moonlight“ gastierte bereits zwei Mal mit Unterstützung des Kulturfonds im Schloss Reichartshausen. In atemberaubender Kulisse unter freiem Sternenhimmel konnte das Publikum so eine hochkarätige Auswahl an Kurzfilmen genießen.

Das Rhein-Main-Gebiet wächst kulturell immer stärker zusammen

Es sei aufgrund der Corona-Krise zurzeit eine schwierige Lage für Kulturschaffende wie Kultureinrichtungen, betonte Wolff. Umso stärker sei die Signalwirkung, die vom heutigen Tag ausgehe: „Wir sind sehr froh, mit der Unterzeichnung heute auch ein Signal an die Kulturbranche senden zu können, die aufgrund der aktuellen Einschränkungen derzeit zum großen Teil erhebliche Sorgen hat. Der Beitritt Oestrich-Winkels unterstreicht die Relevanz von Kultur und ist ein klares Bekenntnis zur Kulturförderung. Die Stadt hat zudem hervorragende Voraussetzungen: ein kulturell sehr interessiertes Publikum und tolle Veranstaltungsorte wie beispielsweise die Brentanoscheune. Die Kultur in Frankfurt RheinMain ist heute wieder ein bedeutendes Stück näher zusammengerückt – und daran arbeiten wir auch weiter!“

Neben Oestrich-Winkel treten auch die Städte Bad Vilbel und Offenbach in diesem Sommer dem Kulturfonds bei, sodass der Fonds fortan 10 Mitglieder zählt: das Land Hessen, die Städte Bad Vilbel, Darmstadt, Frankfurt, Hanau, Oestrich-Winkel, Offenbach am Main und Wiesbaden sowie der Main-Taunus- und der Hochtaunuskreis.

Die Städte zahlen aktuell jeweils zwei Euro pro Bürger und Jahr für ihre Beteiligung am Kulturfonds ein, für die Kreise gilt ein Satz von 1,60 Euro pro Bürger und Jahr; der Fonds gewinnt zusätzlich an Durchschlagskraft, da das Land Hessen jeden kommunalen Euro verdoppelt.

Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain wurde im Jahr 2007 auf Initiative der Hessischen Landesregierung als gGmbH mit Sitz in Bad Homburg gegründet. Hauptaufgabe des Kulturfonds ist es, die Metropolregion Frankfurt RheinMain durch kulturelle Zusammenarbeit besser zu vernetzen, die Attraktivität zu stärken sowie die kunst- und kulturgeschichtliche Tradition der Region zu dokumentieren. Der Fonds fördert vor allem Projekte mit nationaler und internationaler Strahlkraft und daneben auch regional vernetzende Kulturaktivitäten.

Vorsitz des Kulturausschusses: Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises

Vorsitz des Kuratoriums: Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann

Geschäftsführer: Karin Wolff

Kuratorin und stellv. Geschäftsführerin: Dr. Julia Cloot

Foto: Andrea Knaak