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Einheitsbuddeln 2019 u. 2020 erfolgreich: Neuer Wald entsteht

Oestrich-Winkel, den 14. Juni 2021 – Bürgermeister Tenge freut sich: „Die Einheitsbuddel-Aktionen im Oestrich-Winkler Wald in den Jahren 2019 und 2020 waren erfolgreich – nahezu alle Bäume sind angewachsen“. Mit dem Blattaustrieb in den letzten Wochen hat sich gezeigt: Die Pflanzaktionen am Tag der Deutschen Einheit sind gelungen. Auch die kleinen Rot-Eichen, Lärchen, Weiß-Tannen und Robinien, die im vergangenen Herbst gepflanzt wurden, haben den Winter gut überstanden und konnten sich dank des regenreichen Frühjahrs fest im Boden verwurzeln.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Gruppen hatten am 3. Oktober 2020 zu den Spaten gegriffen und so rund um den „Parkplatz Kreistanne“ zur Wiederaufforstung des von Stürmen und Borkenkäfern stark beeinträchtigten Oestrich-Winkler Waldes beigetragen. Durch umfangreiche Spenden war es sogar möglich, weitere 650 Bäume zu beschaffen, die von Schülerinnen und Schülern der Rheingauschule im Rahmen eines Klimaschutzprojektes gepflanzt wurden. Somit stehen nun 1.400 junge Bäume in den Startlöchern, um einen gesunden und klimastabilen Mischwald zu bilden.

Während die Lärchen und Rot-Eichen in der Nähe von Wegen Wanderern Schatten spenden und sie im Herbst mit ihren bunten Farben erfreuen sollen, bilden Tannen, Spitz- und Bergahorn das stabile Grundgerüst auf den großen Freiflächen am Anstieg auf die „Kalte Herberge“, das den Wetterlagen rund um den höchsten Berg des Rheingaus trotzen kann. Im unteren Bereich der Pflanzfläche wurden Robinien – der Baum des Jahres 2020 – in den Boden gesetzt. Um diese Jahreszeit werden ihre Blüten in einigen Jahren zahlreichen Bienen als Nahrung dienen.

Auch auf der Fläche nahe der Winkler Waldäcker, auf der 2019 die erste Einheitsbuddel-Aktion stattfand, haben trotz der trockenen Sommer der vergangenen Jahre viele Einheitsbäume eine gute Entwicklung genommen. Dort zeigt sich, wie wichtig eine ausreichende Grundfeuchte für ihr Wachstum ist. Ein Teil der Bäume hat bereits deutlich an Höhe zulegen können, während einige ersetzt werden müssen. Aus diesem Grund hoffen die Förster von Hessen Forst für den kommenden Sommer auf ausreichend Regen, der in den ersten Jahren nach der Pflanzung lebensnotwendig für die jungen Bäume ist.

Es grünt auf der Einheitsbuddelfläche 2020. Die Knospen der jungen Bäume werden mit Vorliebe von Rehen und Hasen gefressen. Deshalb wurden die Bäume nach der Pflanzung durch den Forstwirtschaftsmeister der Stadt Oestrich-Winkel mit sogenannten Wuchshüllen geschützt.

Der 2019 gepflanzte Spitz-Ahorn konnte schon deutlich an Höhe zulegen.