Neuer Hochzeitswald ist fertig!

Oestrich-Winkel, den 23. November 2020 – Viele Ältere werden sich noch an ihn erinnern: An den Buß- und Bettag, der in diesem Jahr auf Mittwoch, den 18. November fiel. Gab es an diesem Tag bis zur Wende arbeits- und auch schulfrei, so muss heute neben Arbeit und Schule gebüßt und gebetet werden. Hat doch der „Tag der deutschen Einheit“ am 3. Oktober 1994 den früheren kirchlichen Feiertag ersetzt.

Der Buß- und Bettag wurde von Martin Luther eingeführt, dem man auch den Ausspruch zuschreibt: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. Ob das berühmte Zitat tatsächlich von ihm stammt oder ihm nur in den Mund gelegt wurde, ist umstritten. Fest steht jedoch, dass er Bäume liebte und in ihrem frischen Frühlings-Grün ein Sinnbild für die göttliche Gnade im irdischen Leben und die Auferstehung der Toten sah.

Da sich „göttliche Gnade im irdischen Leben“ auch die meisten frisch getrauten Hochzeitspaare für ihre Zukunft wünschen, bekommen sie von der Stadt Oestrich-Winkel einen jungen Obstbaum in dem extra dafür neu angelegten „Hochzeitswald“ geschenkt. Die Früchte darf Jeder ernten, und ein romantischer Besuch des Bäumchens lohnt sich in jedem Fall!

Die Eröffnung des grünen Hoffnungszeichens „Hochzeitswald“ musste Bürgermeister Tenge pandemiebedingt leider verschieben, aber sie soll im Frühling – wenn die Bäume wieder ausschlagen – nachgeholt werden.