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Neues Arbeiten wird in Oestrich-Winkel möglich - Pop-Up Coworking-Space erfolgreich eröffnet

Oestrich-Winkel, den 27. Juni 2022 – „Das ist ja gemütlich hier!“ und „Hier kann ich mir auch vorstellen zu arbeiten.“ oder „Toll, dass die Stadt hier etwas Neues ausprobiert!“ Dies sind einige der Reaktionen von Gästen, die kürzlich an der Eröffnung des Pop-Up Coworking-Space Oestrich-Winkel teilgenommen haben. Dabei handelt es sich um Räumlichkeiten, die alle Interessierten zum Arbeiten und Besprechen nutzen können, auch Veranstaltungen sind hier geplant. Bei einem Blick von außen durch die Fenster ins Innere fällt zuerst die gemütliche Sitzecke ins Auge. Dahinter befinden sich der Empfangsbereich und ein Konferenztisch mit Whiteboard und Flipchart. Im hinteren Raum stehen sieben Arbeitsplätze zur Verfügung. Wer hier arbeiten möchte, bringt einfach ein Laptop oder anderes Endgerät mit und kann sofort loslegen, WLAN ist inklusive. 

Blick in die Räumlichkeiten des Coworking-Space in Oestrich-Winkel

Während einige Gäste Coworking bereits aus langjähriger eigener Erfahrung kennen, wie beispielsweise eine Frau, die längere Zeit in Bali gelebt und dort in Coworking-Spaces gearbeitet hat, hatten andere Anwesende bislang noch keinen Bezug zum Coworking. Erster Stadtrat Björn Sommer betont den Unterschied zwischen Coworking-Spaces und Bürozentren: Während Arbeitende in letzteren kaum in Kontakt miteinander kämen, sei es beim Coworking gerade „die besondere Form der Gemeinschaft, die sich im Laufe der Zeit durch die im Coworking-Space arbeitenden Menschen herausbildet“. Und „Pop-Up“ bedeute, dass es sich um eine „temporäre Testphase handelt – ähnlich wie Pop-Up-Lokale, -Ateliers oder -Geschäfte.“ 

Erster Stadtrat Björn Sommer begrüßt die Gäste im Coworking-Space. Michaela Eser vom Weingut Heinrich Eser übernimmt den Ausschank.

Wie das Arbeiten im Pop-Up-Coworking-Space konkret funktioniert, erläutert Manuela Wehrle den Gästen. Sie ist als städtische Mitarbeiterin Ansprechpartnerin im Coworking-Space, zugleich seit Jahren selbständig tätig mit einem eigenen Büro für Regionalentwicklung und lebt damit selbst flexibles Arbeiten an verschiedenen Orten. Weitere Mitarbeitende aus verschiedenen Abteilungen der Stadt werden den laufenden Betrieb des Coworking-Space unterstützen und damit auch jeweils für sich diese alternative Arbeitsform testen.

Ermöglicht wird das Coworking-Vorhaben und damit auch das kostenfreie Arbeiten im Space durch die Teilnahme der Stadt am Bundes-Modellvorhaben „Kooperative Entwicklung kleinstädtischer Transformationspfade im Themenfeld neue Arbeitswelten“. Dieser Projekttitel wirkt nicht nur aus Sicht von Kreisbeigeordnetem Günter Döring etwas sperrig. Trotzdem sei das Vorhaben natürlich auch aus Sicht des Kreises sehr zu begrüßen, leiste es doch einen Beitrag dazu, „Potenziale von Kleinstädten zu heben“, von denen es deutlich mehr als 2.000 in Deutschland gebe.

Weitere Unterstützung erhält Oestrich-Winkel in dem Vorhaben durch die Genossenschaft CoWorkLand. Deren Vertreter Hans-Peter Sander weist auf zwei weitere Aspekte hin: Unternehmen könnten zukünftig ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern, wenn sie Arbeitsplätze für Mitarbeitende in Coworking-Spaces anmieten. Zudem sollten auch „Touristen als Zielgruppe in den Blick genommen werden, die nun in Oestrich-Winkel Urlaub und Arbeiten miteinander kombinieren und so möglicherweise zu einer Saisonverlängerung beitragen könnten“.

Bei musikalischer Begleitung durch Aaron Idstein und guten Gesprächen mit einem Glas Wein in der Hand klang der Eröffnungsabend im Pop-Up Coworking-Space aus. Erste Gäste kündigten sich bei der Verabschiedung direkt für den Folgetag zum Arbeiten im Coworking-Space an. Dieser ist montags bis donnerstags von 9-17 Uhr und freitags von 9-13 Uhr geöffnet. Alle Interessierten sind willkommen. Um vorherige Online-Buchung eines Arbeitsplatzes wird nach Möglichkeit gebeten: https://coworkland.de/de/spaces/pop-up-oestrich-winkel

 

Zum Projekthintergrund

Der Pop-Up-Coworking-Space in Oestrich-Winkel wird im Betrieb durch die Genossenschaft CoWorkLand eG unterstützt und ist Bestandteil des Modellvorhabens „Kooperative Entwicklung kleinstädtischer Transformationspfade im Themenfeld Neue Arbeitswelten“. In einem Projektverbund aus fünf Kleinstädten – Dießen am Ammersee, Moelln, Dippoldiswalde, Wittenberge und Oestrich-Winkel – werden hier Vorhaben für eine Kleinstadtakademie entwickelt.

Die Pilotphase der Kleinstadtakademie ist Teil der Initiative Kleinstädte in Deutschland des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Sie wird durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), im Rahmen des Forschungsprogramms "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau" (ExWoSt) des BMWSB betreut.