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Neun neue BetreuerInnen bei der HUFAD Rheingau

Atempause – Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz und pflegende Angehörige

Immer mehr Ehrenamtliche werden in der HUFAD Rheingau (Häusliche Unterstützung für Alzheimer- und Demenzkranke) aktiv, um im Rheingau ein besseres Leben mit Demenz zu unterstützen

Gisela Vogel, Leiterin der HUFAD Rheingau freut sich, dass sie auch in diesem Jahr wieder neun neue Ehrenamtliche im Team der HUFAD Rheingau begrüßen konnte. Denn der Bedarf, sowohl für häusliche Einzel- als auch Gruppenbetreuung, steigt in unserer immer älter werdenden Gesellschaft stetig. Die qualifizierte 40-stündige Ausbildung, die alle HUFAD-Betreuerinnen und –Betreuer durchlaufen, wird von Vitos Rheingau und dem Fachreferenten Stephan Hoffmann begleitet.

Das Thema Demenz geht uns alle an. Denn auch wenn der Begriff der Demenz inzwischen in der Öffentlichkeit durchaus präsent ist, sind Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen immer noch mit verschiedenen Formen der Stigmatisierung konfrontiert. Ein Stigma steht im Allgemeinen für ein auffälliges und oft negativ bewertetes Merkmal. Die Stigmatisierung Demenzerkrankter ist oft mit Leid, Vernachlässigung und frühzeitigem Verlust der Selbständigkeit verknüpft. Aus Furcht vor einer solchen Stigmatisierung wird in vielen Fällen eine frühzeitige Diagnosestellung vermieden. Das wiederum verhindert die Nutzung spezieller Angebote für Menschen, die von Demenz betroffen sind.

Jeder, der einen demenzerkrankten Angehörigen betreut und Entlastung, soziale Kontakte oder den Austausch mit anderen Betroffenen in ähnlichen Situationen sucht, kann sich an die HUFAD Rheingau wenden.

Zwölf Jahre gibt es die HUFAD Rheingau nun schon und die Leiterin Gisela Vogel kann mit Stolz behaupten, dass die Organisation zu einer kompetenten Anlaufstelle für Hilfesuchende im Rheingau geworden ist.

230 Menschen werden von 140 engagierten Ehrenamtlichen in Einzelbetreuungen und in Gruppenangeboten betreut. Die HUFAD Rheingau ist eingebunden in ein Netzwerk aus den Mehrgenerationenhäusern in Oestrich-Winkel und Eltville (MÜZE), der Alzheimer-Gesellschaft des Rheingau-Taunus-Kreises, der Ökumenischen Hospizinitiative Rheingau sowie verschiedenen Rheingauer Kirchengemeinden.

In diesem Jahr konnte die Gruppenbetreuung erweitert werden. Im Mehrgenerationenhaus Eltville (MÜZE) gibt es seit Neuestem eine weitere Ganztagsbetreuung dienstags von 8.00 bis 17.00 Uhr, zusätzlich zu dem seit vielen Jahren bestehenden Tagesbetreuungsangebot montags im Mehrgenerationenhaus Oestrich-Winkel.

Das Programm ist abwechslungsreich. Es beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück und geht weiter mit Gedächtnisspielen, Vorlesen, Basteln, Malen, Geschichten erzählen und gemeinsamem Singen. Der geschützte Rahmen einer Gruppe, deren Mitglieder miteinander vertraut sind, gibt Menschen mit Demenz den notwendigen Raum, den sie brauchen, um ganz sie selbst zu sein. Das ist insbesondere dort wichtig, wo orientierte und dementiell erkrankte Menschen miteinander leben. Man ist „unter sich“ und Unzulänglichkeiten verlieren an Bedeutung.

Mit diesen „niedrigschwelligen“ Betreuungsangeboten möchte die HUFAD Rheingau Betreuungs- und Kontaktmöglichkeiten für die Teilnehmer und gleichzeitig Entlastung für die pflegenden Angehörigen bieten, die sich während diesen Zeiten eine kleine Atempause gönnen können.

Die Ansprechpartnerinnen der HUFAD Rheingau, Gisela Vogel und Julia Haase, freuen sich über Interesse und laden Betroffene ein, sich telefonisch oder persönlich unter der Telefonnummer 0151-41818168 zu informieren.

Von links nach rechts: vorne sitzend Gabriele Korn, Konrad Jendruszczak, HUFAD Leiterin Gisela Vogel. Vorne stehend Claude Schneider, Stv. HUFAD Leitung Julia Haase.

Hintere Reihe von links nach rechts: Edelgard Fischer, Anja Eisenberg-Distel, Birgit Augustini, Anne Beilstein, Esther Nießen-Burgdorf, Schulungsleiter Michael Grahmann, Bürgermeister Michael Heil.

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