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Oestrich-Winkel schreitet voran auf dem Weg der Kinderfreundlichen Kommune

Oestrich-Winkel, den 03. Februar 2021 – Vor rund 1,5 Jahren, im Mai 2019, hat Oestrich-Winkel das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erhalten. In diesem Zusammenhang stehen seitdem mit auf der politischen Agenda der Vorrang des Kindeswohls, ein kinderfreundliches Leitbild, eine kinderfreundliche Verwaltung und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an den Entscheidungen innerhalb der Kommune.

Bürgermeister Tenge sehr zufrieden

„Vor dem Hintergrund des Pandemie-Geschehens und der weitreichenden Kontaktbeschränkungen, die persönliche Treffen - welche Jugendarbeit in normalen Zeiten ausmachen - so gut wie unmöglich gemacht haben, bin ich sehr zufrieden mit dem großen Engagement, das die Arbeit von Frau Mareike Blackert und ihrem Team im vergangenen Jahr geprägt hat“, erklärt Bürgermeister Kay Tenge. Und er fährt fort: „Einen kleinen Einblick in die Jugendarbeit in Oestrich-Winkel vermittelt unser kürzlich erstelltes Video auf unserer Internetseite, in der Rubrik „Oestrich-Winkel Backstage“ unter https://www.oestrich-winkel.de/stadtverwaltung/buerger-service/oestrich-winkel-backstage/ .

Oestrich-Winkel auf gutem Weg

Dominik Bär, Geschäftsführer des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V. betonte: „Es ist beachtlich wie in Oestrich-Winkel trotz der widrigen Umstände der Pandemie weitergearbeitet wurde: so wurden beispielsweise die Kinderrechte ins Leitbild der Stadt aufgenommen und die Steuerungsgruppe tagt regelmäßig. Sie wurde eingerichtet, um die Umsetzung des Aktionsplans zu begleiten. Für die Weiterarbeit empfehlen wir die Mitwirkungsmöglichkeiten der Kinder- und Jugendbeauftragten festzulegen und unterstützen die geplante Einrichtung eines Jugendforums. Die ‚Kinderfreundliche Kommune‘ Oestrich Winkel ist auf einem guten Weg.“

Halbzeitgespräch mit dem Verein erfolgreich verlaufen

Im Halbzeitgespräch mit dem Verein, welcher auch das gleichnamige Siegel vergibt, wurden am Montag, den 18. Januar 2021 im Rahmen eines Online-Meetings aller Beteiligten die projektbasierten Maßnahmen besprochen und damit auch die Schwierigkeiten, die es pandemiebedingt seit rund einem Jahr dabei gibt. Die Umsetzung projektorientierter Maßnahmen im direkten Kontakt mit Kindern und Jugendlichen gestaltet sich unter den gegebenen Umständen verständlicherweise sehr schwierig. Die Umsetzung strukturgebender Maßnahmen innerhalb der Stadtverwaltung und der städtischen Gremien dagegen ist einfacher und grundsätzlich möglich.

Aktionsplan mit 20 Einzelmaßnahmen

Zum Aktionsplan im Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ zählen insgesamt 20 Einzel-Maßnahmen, für die Oestrich-Winkel drei Jahre Zeit hat. Angesprochen mitzumachen ist dabei die gesamte Stadtverwaltung, die Kinder und Jugendlichen Oestrich-Winkels, die Schulen und die Kindertagesstätten. Ein „Kinderfreundliches Leitbild“ wurde am 15. Juni 2020 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen und am 26. Oktober 2021 durch die Stadtverordnetenversammlung in der Hauptsatzung der Stadt Oestrich-Winkel verankert. Eine Ausarbeitung in kindergerechter Sprache unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist geplant und steht noch aus.

Mareike Blackert ist Kinderbeauftragte mit Stabsstelle

Die Stelle eines/r Kinderbeauftragten wurde als Stabsstelle mit einem strategisch konzeptionellen Auftrag sowie mit einem Sitz im Ausschuss Jugend, Sport, Soziales und Kultur (JSSK) geschaffen und mit Frau Mareike Blackert von der Jugendpflege der Stadt Oestrich-Winkel besetzt. Ob eine für den 27. März 2021 geplante Auftaktveranstaltung des Jugendforums stattfinden kann, ist derzeit noch unklar und hängt davon ab, welche Corona-Kontaktbeschränkungsmaßnahmen dann gelten werden. 

Freizeitplatz für Kinder und Jugendliche in Planung

Außerdem befindet sich die Stadtjugendpflege zusammen mit dem Bauamt der Stadtverwaltung seit 2018 auf der Suche nach einem geeigneten Gelände für einen Kinder– und Jugendfreizeitplatz in Oestrich-Winkel. Mehrere in Frage gekommene Flächen mussten aus natur- und wasserschutzrechtlichen Gründen bereits verworfen werden. 

Jugendraum im neuen Mehrgenerationenhaus

Auch die Integration eines Jugendraumes in das geplante Neubauvorhaben „Mehrgenerationenhaus“ auf dem ehemaligen Grundschulgelände in Winkel ist bereits zu Beginn der Planung Mitte 2018 mitgedacht worden. Seit Frühjahr 2019 befinden sich das Vorhaben im Bauprozess. Die Auswahl der Küche wurde bereits mit den Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen abgestimmt. Mit einem Bezug der Räumlichkeiten darf im Frühjahr 2021 gerechnet werden.

Oestrich-Winkel "in guter Gesellschaft"

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch die Stadtverordnetenversammlung prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre. Nach eineinhalb Jahren wird der Zwischenstand der Umsetzung in einem Halbzeitgespräch mit dem Verein reflektiert. Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative. Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Kommunen dem Programm angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg.