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Pressemitteilung des Rheingau-Taunus-Kreises: Ein erneutes Verkehrschaos soll rigoros verhindert werden

Bad Schwalbach, den 04.01.2021 - Landrat und Bürgermeister zeigen sich einig: Appell an die Vernunft der Menschen im Rhein-Main-Gebiet / Parken nur auf ausgewiesenen Flächen

„Wir wollen den Menschen nicht die Freude an einem Spaziergang oder gar eine Schlittenfahrt durch den winterlich verschneiten Untertaunus oder über die Höhelagen des Rheingaus vermiesen. Was wir aber verhindern wollen, ist, dass sich das Verkehrschaos des vergangenen Wochenendes in den kommenden Tagen im Kreisgebiet wiederholt“, betonen Landrat Frank Kilian und die Bürgermeister der 17 Kommunen nach einer Video-Konferenz am Montag. „Wir haben nichts gegen einen solchen Schneetourismus. Er muss aber in geordneten Bahnen verlaufen“, betont der Landrat. Kilian und die Bürgermeister appellieren deshalb an die Vernunft, der Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet, die einen Ausflug in das verschneite Kreisgebiet in den kommenden Tagen planen: „Halten Sie sich bei Ihrem Ausflug an die Regeln!“

Unter anderem in Taunusstein, Idstein, Schlangenbad, in einigen Ortsteilen von Niedernhausen aber auch im Zugangsbereich zur Hallgartener Zange in Oestrich-Winkel erlebten die Bewohner ein bisher nicht gekanntes Verkehrschaos. Überall standen Autos. Fahrzeuge mit Kennzeichen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet bevölkerten die Kommunen. „Es wurde wild geparkt, ob in den innerörtlichen Straßen vor Garagen oder Einfahrten, ob auf Feldwegen oder an den Straßenrändern – ohne Rücksicht auf die Bewohner oder die Verkehrssicherheit wurden ganze Wohngebiete zugeparkt. Mancher Fahrzeugbesitzer stellte sein Auto einfach auf den Äckern und Feldern ab – mit teilweise bösen Folgen für die Landwirte. „Dort entstanden tiefe Fahrrillen auf den Ackerflächen, die die Landwirte nun auf eigene Kosten beseitigen müssen“, so ein Augenzeuge.

Diese Rücksichtslosigkeit wollen die Bürgermeister nicht mehr dulden. „Wer nicht die ausgewiesenen Parkflächen nutzt, muss ab jetzt mit drastischen Konsequenzen rechnen“, heißt es aus dem Kreis der Bürgermeister. „Wer sich nicht an die Verkehrsregeln hält und sein Fahrzeug verkehrswidrig abstellt, der muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Wenn das Auto andere Verkehrsteilnehmer behindert, dann lassen die Mitarbeitenden der Ordnungsämter der Kommunen das Fahrzeug auch abschleppen“, so die Warnung aus den Rathäusern. Gleichzeitig kündigen die Rathaus-Chefs verstärkte Kontrollen an den neuralgischen Stellen an.