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Schülerverkehr nach Hallgarten: Landrat sagt Eltern ab

Oestrich-Winkel, den 09. April 2021 – Bürgermeister Kay Tenge (parteilos) nahm erstaunt zur Kenntnis, dass der Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises, Frank Kilian, ihn und die Stadtverwaltung der Stadt Oestrich-Winkel nicht informiert hat, als er am 6.April 2021 den Hallgartener Eltern eine abschlägige Antwort bezüglich einer Verbesserung der Schulbusverbindung von Geisenheim nach Hallgarten sendete.

Gab es doch schon seit Jahren Anstrengungen der Stadt und Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Oestrich-Winkel, in dem sich die Stadtverordneten für eine Direktbusverbindung vom Schulzentrum Geisenheim nach Hallgarten nach der sechsten Stunde ausgesprochen hatten.

Bürgermeister Tenge dazu: „Die Hallgartener Eltern bemühen sich seit längerem um eine Verbesserung der Schulbus-Situation nach und von Geisenheim und hatten ihrerseits mit Blick auf die Corona-Pandemie diesbezüglich eine Petition an den Landrat geschickt. Die Antwort wurde mir von den Eltern zur Kenntnis gegeben.“

Am 6. April 2021 antwortete der Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises, Frank Kilian, demnach der Elternschaft und verwies auf eine Erklärung des Geschäftsführers des RTV, Herrn Brunke, in welcher dieser im August 2020 mitgeteilt hatte, dass man für die Einrichtung einer Direktbusverbindung nach Hallgarten nicht auf Corona-Finanzmittel zurückgreifen könne, da diese nur für die vorübergehende Entlastung stark frequentierter Schülertransportstrecken durch Reisebusse vorgesehen seien, nicht aber für die Neu-Schaffung einer dauerhaften Schulbusverbindung.

Bürgermeister Tenge weiter: „So einfach kann sich der Kreis als Träger des Schulbusverkehrs meiner Meinung nach nicht aus der Verantwortung ziehen. Der RTV ist in dieser Angelegenheit klar Auftragsnehmer, nicht Entscheider. Ausführungen des RTV-Geschäftsführers, die acht Monate her sind, sind daher nicht relevant. Die Entscheidung über Streckenführungen und Finanzierung des Schulbusverkehrs liegt beim Rheingau-Taunus-Kreis. Und von diesem erwarten unsere Bürgerinnen, Bürger und Stadtverordneten, dass er ihre Forderung ernst nimmt und auf dem Hintergrund der verschärften Pandemie-Lage, manche nennen es die „Dritte Welle“, neu prüft. Schließlich wird die Gefährdungslage in den Schulen und auf den Schulwegen von Experten heute viel kritischer gesehen als das im vergangenen Sommer der Fall war, als man noch davon ausging, dass die Schulen und der Schülertransport eine eher untergeordneten Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielten. Dieser Auffassung ist heute niemand mehr. Schon aus diesem Grund gebietet die verschärfte Pandemielage eine erneute Prüfung des berechtigten Anliegens der Hallgartener Elternschaft und der Oestrich-Winkeler Stadtverordneten“. 

Der Magistrat werde daher in dieser Angelegenheit erneut auf den Landkreis zugehen.