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Städtebaulicher Denkmalschutz in Oestrich-Winkel - Prozessauftakt für die Lokale Partnerschaft

Oestrich-Winkel, den 08. Juni 2018 – Die Stadt Oestrich-Winkel wurde auf Initiative von Bürgermeister Michael Heil in das Städtebauförderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ mit fünf Teilgebieten (Südwestliche Altstadt von Oestrich und Rheinanlagen, Bahnhof Mittelheim, Umfeld Basilika, Umfeld Graues Haus, Kulturdreieck Brentanohaus, Brentanopark und Brentanoscheune) aufgenommen. Im Rahmen dieses Förderprogramms eröffnet sich für die Stadt ab 2018 für über ein Jahrzehnt die Chance, Konzepte und Lösungsansätze in diesen Gebieten zu erarbeiten und in baulichen Maßnahmen mit Hilfe von Fördermitteln umzusetzen. Damit sollen u.a. auch Entwicklungen weiterverfolgt werden, die bereits im Rahmen des Stadtumbaus im Rheingau angedacht worden sind.

In einem ersten Schritt soll nun zunächst ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für die geplanten, aber noch konkret abzugrenzenden Fördergebiete erstellt werden. Mit der Erstellung des ISEK wurde die Nassauische Heimstätte GmbH - NH ProjektStadt – beauftragt.

Zur Unterstützung der Verwaltung wurde eine Lokale Partnerschaft (LoPa) eingerichtet, die das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ mit ihrem Fachwissen und ihrer Ortskenntnis die gesamte Laufzeit über begleiten soll. Bei der Lokalen Partnerschaft handelt es sich um einen Beirat, der zunächst die Aufstellung des ISEK begleitet, Empfehlungen abgibt und die Durchführung des Programmes befördert. Die Auftaktveranstaltung hat am 6. Juni 2018 stattgefunden.



Was ist ein ISEK?

Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) beschreibt - ausgehend von städtebaulichen Missständen, Mängeln und Funktionsverlusten - Ziele, Handlungsfelder und Projekte für die Fördergebiete für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre. Das Konzept soll kooperativ mit örtlichen Institutionen, Fachplanungen, Politik und Bürgerschaft erarbeitet und abgestimmt werden. Das ISEK wird von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen und beim Hessischen Umweltministerium zur Genehmigung eingereicht. Das ISEK bildet damit die Grundlage für die Umsetzung von konkreten Projekten im Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz. Der Zeitplan zur Fertigstellung des ISEK ist sportlich: es soll bis Ende Oktober vorliegen. In diesem Zusammenhang soll es auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Was ist Städtebaulicher Denkmalschutz?

Der Städtebauliche Denkmalschutz ist ein Städtebauförderprogramm von Bund und Land, das besonders die nachhaltige Entwicklung historischer Stadtteile zum Ziel hat. Die Grundlage hierfür ist die Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung (RiLiSE). Die Förderung basiert auf einer Anteilsfinanzierung. 2/3 der förderfähigen Kosten kommen von Bund und Land. 1/3 steuert die Stadt bei. Förderfähig sind Konzepte und Baumaßnahmen, die nicht durch Erträge refinanziert werden. Dies sind z.B. Modernisierung und Instandsetzung von Gebäuden, Gestaltung und Begrünung von Freiflächen, Verbesserung von Straßen, Wegen und Plätzen, Abbruch von Gebäuden, etc. Förderfähig sind sowohl öffentliche als auch private Baumaßnahmen.