Ansprechpartner für Flüchtlingsangelegenheiten in Oestrich-Winkel ist Bernd Nungesser, der eine Beratungssprechstunde im Mehrgenerationenhaus anbietet.

Das Mehrgenerationenhaus Oestrich-Winkel bietet außerdem Deutschkurse für Geflüchtete an.

Geldspenden für die Flüchtlingshilfe sind jederzeit willkommen, Sachspenden nach Absprache.

Das offizielle Spenden-Konto der Stadtverwaltung Oestrich-Winkel lautet:

Rheingauer Volksbank
7 062 001 (BLZ 510 915 00)
SWIFT-Code GENODE51RGG
IBAN DE07510915000007062001
Kennwort: Flüchtlinge

Bei Sachspenden gilt es, zuerst den tatsächlichen Bedarf zu klären, da die Stadtverwaltung Oestrich-Winkel keine Lagerräume für Sachspenden hat. Daher werden Spendenwillige, die Sachspenden abgeben möchten, gebeten, zuerst mit dem zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Robert Sengenberger, Kontakt aufzunehmen: Telefon 06723-992-154. Oder E-Mail: robert.sengenberger@oestrich-winkel.de.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Kreiswirtschaftsförderung und Die Wirtschaftspaten e. V. bieten zweitägiges Seminar an: „Migranten werden Unternehmer“  

Die Unterstützung von Existenzgründerinnen und -gründern ist eine der wichtigsten Tätigkeiten der Wirtschaftsförderung des Kreises. Mut zur Selbstständigkeit sorgt für wirtschaftliche Dynamik und für Beschäftigung. Ein überdurchschnittlicher Beitrag zum Gründungsgeschehen erfolgt durch die Migrantinnen und Migranten, ihren Elan und ihre hohe Neigung zur Selbstständigkeit. Längst sind sie auch außerhalb der klassischen Branchen wie Handel und Gastronomie tätig. Dabei werden deutlich höhere Einkommen als bei abhängig Beschäftigen mit Migrationshintergrund erzielt.  

Die Wirtschaftsförderung des Rheingau-Taunus-Kreises möchte gemeinsam mit dem eingetragenen Verein Die Wirtschaftspaten das Seminar „Migranten werden Unternehmer“ anbieten, informiert Landrat Frank Kilian. In der zweitägigen Businessplanschulung werden relevante Themen und Fragestellungen zu einer Unternehmensgründung besprochen. Die Vermittlung betriebswirtschaftlicher Kenntnisse und die Unterstützung im Umgang mit Behörden können erheblich dazu beitragen, Potentiale besser zu erschließen und noch mehr Migrantinnen und Migranten zum Schritt in die Selbstständigkeit zu ermutigen. Die Teilnahme an diesem Seminar ist kostenfrei. Die Projektpartner Peter Fuld-Stiftung und das Bankhaus HSBC Trinkaus finanzieren die im Zusammenhang der Beratungen entstehenden Kosten.  

Das Seminar wird von den Wirtschaftspaten, die langjährige persönliche Praxiserfahrung mitbringen, durchgeführt. Weitere Informationen unter https://www.wirtschaftspaten.de.  

Die Förderung von Gründerinnen und Gründern ist darüber hinaus auch einer der Schwerpunkte der hessischen Wirtschaftspolitik. Das gesamte Programm „Migranten werden Unternehmer“, steht unter der Schirmherrschaft des hessischen Ministers für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Tarek Al-Wazir und leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration und für die hessische Wirtschaft.  

Bei Interesse an dem Seminar „Migranten werden Unternehmer“ melden Sie bitte bis zum 29.11.2019 bei der Wirtschaftsförderung des Rheingau-Taunus-Kreises mit Ihren vollständigen Adressdaten unter der E-Mail Adresse achim.staab@rheingau-taunus.de.  

Voraussetzung zur Teilnahme sind Kenntnisse der Deutschen Sprache und eine uneingeschränkte Aufenthaltserlaubnis.

Beratungstelefon für Flüchtlinge rund um seelische Erkrankungen in Arabisch, Englisch, Französisch

Mit einem innovativen Projekt gehen der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) e.V. und der Dachverband der Betriebskrankenkassen an den Start. Der BApK und der BKK-Dachverband bieten ab sofort das "SeeleFon" für Menschen an, die infolge einer Flucht aus der Heimat seelisches Leid erfahren.

Die Betroffenen und die Angehörigen haben mit dem Beratungstelefon rund um seelische Erkrankungen nun die Möglichkeit, sich in arabischer, französischer und englischer Sprache Unterstützung zu suchen.

Das "SeeleFon" für Flüchtlinge bietet zudem auf einer Webseite noch Informatives und Wegweisendes für die Menschen, die nach Migrationserfahrungen die Seele in Not erleben. "Heutzutage ist über den persönlichen Kontakt hinaus wichtig, die Angebote in die passenden Informationskanäle zu streuen, damit bei den betroffenen Menschen das Notwendende ankommt", unterstreicht die BApK-Geschäftsführerin Caroline Trautmann. So sei es eine Selbstverständlichkeit für die Selbsthilfe, die ständigen Begleiter Smartphone und Tablet in das Hilfe-Portfolio einzubeziehen.

Die Webseite informiert darüber, wo Menschen, die ganz akut in Deutschland seelisches Leiden erleben, leicht Zugang zu Informationen bekommen, wo zeitnah und geographisch naheliegend Hilfe geleistet werden kann. Beispielsweise gibt es die Möglichkeit, auf einer Deutschland-Karte seinen Aufenthaltsort einzugeben und die zuständige psychiatrische Versorgungsklinik zu finden.

"Die Not ist groß unter den Menschen, die während der Flucht aus den Heimatländern traumatisierende Erfahrungen gemacht haben. Depressive Symptome und Angstzustände sind genauso an der Tagesordnung wie posttraumatische Belastungsstörungen. Die Schwelle, sich medizinisch wie psychotherapeutisch Hilfe zu holen, ist in den Ländern und Kulturen, aus denen die Menschen nach Deutschland flüchten, höher als in unseren Breitengraden", informiert BApK-Geschäftsführerin Dr. Caroline Trautmann. Die Scham sei stärker als der Wunsch, eigene Chancen zu nutzen.
 
Mit dem "SeeleFon" in deutscher Sprache hat der BApK seit 2011 positive Erfahrungen gemacht. Das Selbsthilfe-Angebot des Angehörigenverbandes trifft über Telefon wie Computer auf positive Resonanz beim Umfeld vieler betroffener Menschen. Viele Angehörige und Betroffene suchen Antworten auf  Fragen und wissen oft nicht, wohin sie sich wenden sollen. Dabei ist der Informations- und Beratungsbedarf ebenso enorm wie die angesprochene Themenvielfalt. Sie umfasst Krankheitsbilder und Behandlungsoptionen, den Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen und rechtlichen Fragen sowie auch den Wunsch, über sehr persönliche Dinge zu sprechen.

Das "SeeleFon" für Flüchtlinge ist montags, dienstags und mittwochs von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0228 / 71002403 erreichbar.

Dem BApK sind 15 Landesverbände der Angehörigen psychisch Kranker mit mehr als 8000 Mitgliedern angeschlossen. Sie organisieren die Arbeit der bundesweit über 500 regionalen Selbsthilfegruppen, bieten unterschiedliche Beratungs- und Informationsangebote an und leisten Lobbyarbeit und Interessenvertretung in den Ländern, Regionen und Kommunen.

*V.i.S.d.P.: Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. (BApK), Dr. Caroline Trautmann, Oppelner Straße 130, 53119 Bonn, Telefon 0228 / 71002404*

Für Flüchtlingshelfer: Handreichung der Kreisverwaltung des Rheingau-Taunus Kreises

Die Handreichung der Kreisverwaltung des Rheingau-Taunus Kreises für Flüchtlingshelfer können Sie hier herunterladen: