Fahrradbeauftragter

Der Fahrradbeauftragte hat die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung dafür zu sorgen, dass man bequem und sicher mit dem Fahrrad durch unsere Stadt fahren und auch parken kann.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Mitarbeit aller Radfahrenden notwendig. Nehmen Sie Kontakt mit mir auf, melden Sie mir Probleme und machen Sie Vorschläge zur Verbesserung der Fahrradmobilität in Oestrich-Winkel.

Kurt Bussweiler

E-Mail: fahrradbeauftragter@oestrich-winkel.de

Telefon 06723-7515

Kurt Bussweiler, Fahrradbeauftragter der Stadt Oestrich-Winkel

Stadt Oestrich-Winkel ruft zum Fahrradklima-Test des ADFC auf!

Oestrich-Winkel, den 01. September 2020 – Die Stadtverwaltung Oestrich-Winkel ruft ihre Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich am großen ADFC-Fahrradklima-Test 2020 zu beteiligen.

Dieser startet am 1. September 2020 als Online-Umfrage. Teilnehmer/innen beantworten auf der Internetseite https://fahrradklima-test.adfc.de/ die Frage: „Wie fahrradfreundlich ist deine Stadt – in Zeiten von Corona?“. Alle zwei Jahre fragt der Fahrradclub ADFC mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Radfahrenden in ganz Deutschland, wie es um die Fahrradfreundlichkeit der Städte und Gemeinden bestellt ist. Der diesjährige Themenschwerpunkt ist das Radfahren in Zeiten von Corona.

Bürgermeister Kay Tenge und der Erste Stadtrat Sommer dazu: „Seit Ausbruch der Corona-Pandemie im März fahren deutlich mehr Menschen mit dem Fahrrad, auch um auf kurzen Strecken volle Züge und Busse zu vermeiden. Wir würden uns freuen, wenn die Oestrich-Winkeler/innen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020 mitmachen und Auskunft geben, ob ihnen das Spaß macht. Wo besteht Verbesserungspotential in unserer Stadt? Wie Fahrradfreundlich ist sie bereits?“.

Vom 01.09.2020 bis 30.11.2020 kann Jede/r auf www.fahrradklima-test.adfc.de an der Online-Umfrage des ADFC teilnehmen. Bei den 27 Fragen geht es unter anderem darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt und wie gut die Radwege sind. Damit fundierte Ergebnisse erzielt werden können, müssen bei der Stadtgröße, die Oestrich-Winkel hat, mindestens 50 Teilnahmen vorliegen.

Die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2020 werden im Frühjahr 2021 in Berlin vorgestellt. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte nach sechs Einwohner-Größenklassen. 

Nach dem Stadtradeln ist vor dem Stadtradeln

Das diesjährige Stadtradeln 2020 war ein großer Erfolg. 84 Radlerinnen und Radler sind in den drei Wochen 19.000 km gefahren. Darüber hinaus haben sie der Stadtverwaltung Hinweise gegeben und Vorschläge gemacht,  wie das Radfahren in der Kommune sicherer und attraktiver gestaltet werden kann.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen berührt unterschiedliche behördliche Zuständigkeiten. Nicht nur die Stadt Oestrich-Winkel , sondern das Wasser- Schifffahrtsamt Bingen, die Deutsche Eisenbahn, die Straßenverkehrsbehörde des Landes, Hessen Mobil, oder der Zweckverband Rheingau sind entweder zu beteiligen oder sogar federführend in der Ausführung.

Das macht es schwierig, einen Zeitplan für die Umsetzung festzulegen, da Abhängigkeiten von anderen Behörden bestehen. Mit der hier aufgeführten Liste sind alle Kritikpunkte transparent genannt, die dem Fahrradbeauftragten im Zuge des Stadtradelns zur Kenntnis gegeben wurden. Ich bin kontinuierlich im Gespräch mit der Stadtverwaltung und hoffe, dass auch weiterhin Vorschläge zur Verbesserung der Situation der Radfahrenden bei mir eingehen.  

Folgende Vorschläge sind eingegangen:

1            Leinpfad: Unebenheiten und Engstelle auf der Höhe des ehemaligen KOEPP-Tunnels stellen eine große Gefährdung für Radfahrende und Fußgänger dar.

2           Am Oestricher Weinverladekran fehlt ein Hinweis auf die radfahrtaugliche Unterführung. Die in der Sportplatzunterführung angebrachten Schiebehilfen sind zu dicht an der Wand. Ein Betonstein am Abgang der Unterführung ist nicht markiert und stellt eine Gefährdung dar.

3            Für Radfahrer/innen, die durch die Unterführung an der Fähre fahren und von dort auf den Leinpfad abbiegen, zeigt die Ampel nur dann GRÜN, wenn die Fähre gerade anliegt, sonst ist sie stets auf ROT.

4            Die Unterführung in Höhe der Schwarzgasse ist für Radfahrende und Gehbehinderte in schlechtem Zustand, ein barrierefreier Ausbau ist dringend notwendig.

5            Bei "Allendorf am Rhein" wird die B42 immer wieder von Radfahrenden und Fußgängern überquert (!), es fehlt ein Hinweis auf die radfahrtaugliche Unterführung auf der Höhe "Haus am Strom".

6            In der Schillerstraße fehlt auf Höhe des Märzackerwegs eine Straßenmarkierung für Radfahrer. Die Sperre für Radfahrende (Umlaufgitter) in Richtung Johannisbergerstraße ist zu eng, sie ist mit einem Anhänger nicht passierbar. In der Johannisbergerstraße müssen die Bordsteine abgesenkt werden.

7            In der Rheinallee fehlt in Höhe des Hauses am Strom ein Hinweis für den motorisierten Verkehr auf entgegenkommende Radfahrer, ebenso an der Ecke "Im Kreuzgarte".

8            Der Radweg entlang K634 nach Hallgarten ist zu schmal (weniger als 1 m). Wann erfolgt der Anschluss an die B42a?

9            Wann gilt in der gesamten Hauptstraße/Rheingaustraße zwischen Engerweg und Bahnhof Tempo 30?

10          Der Radweg von Winkel nach Geisenheim entlang der B42a muss auf der Nordseite verbreitert werden.

11         Innerörtlich fehlen sichere Abstellplätze für Fahrräder.                            

              Allgemein

1            Innerörtlich fehlen Beschilderungen für ortsfremde Radfahrende, entweder als Zubringer zum Radweg R3a oder zum Radweg R3.

2            Der Bewuchs mit Büschen und Sträuchern muss zeitnah beseitigt werden, besonders entlang des Leinpfads sowie parallel zur B42a und entlang weiterer Radwege .

3           Ein Teil des motorisierten Verkehrs entlang des Radwegs R3 ist nicht zulässig und muss stärker kontrolliert werden. Dies gilt insbesondere für die Streckenabschnitte zwischen Vollradser Allee und Hallgarten und zwischen Jugendfarm und Weberbrücke (Ecke Weingut Krayer).

4            Alle Einbahnstraßen für Radfahrende sollten in Gegenrichtung frei gegeben werden, nur so gibt es eine verständliche und durchgehende Regelung für alle Verkehrsteilnehmer.

5            Es fehlen eine einheitliche Vorfahrtregelung und Beschilderung für alle Rheingauer Kommunen.