Fahrradbeauftragter

Bürgermeister Tenge und Fahrradbeauftragter Bussweiler bedankten sich für erfolgreiche E-Bike-Aktion

Fahrradbeauftragter Kurt Bussweiler, ein Vertreter der Firma Goyago und Bürgermeister Kay Tenge

Oestrich-Winkel, den 08. April 2021 – Am Dienstag, den 06. April 2021 endete in Oestrich-Winkel die Aktion „Radfahren neu entdecken“ des Landes Hessen und der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH). Bürgerinnen und Bürger konnten sich seit dem 12. Januar 2021 dafür online anmelden und zwei Wochen lang kostenlos ein E-Bike testen, um sich so von den Vorteilen einer Pedelec- oder E-Bike-Nutzung zu überzeugen.

Bürgermeister Kay Tenge (parteilos) und der Fahrradbeauftragte Kurt Bussweiler überreichten einem Vertreter der Firma Goyago, welcher die E-Bikes jeweils pünktlich nach Oestrich-Winkel ans Bürgerzentrum lieferte und am Ende des Ausleihzeitraums wieder entgegen nahm, einen „Rheingauer Blumenstrauß“ als Dankeschön für seine zuverlässigen Dienste, auch bei weniger gutem „Fahrrad-Wetter“.

„Unsere Teilnahme an der Aktion Radfahren neu entdecken war ein großer Erfolg und die E-Bikes seit Januar stets ausgebucht. Von über hundert Interessenten hatten 66 das Glück, ein E-Bike ausprobieren zu können. Wir sehen in der Nutzung von E-Bikes einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Stärkung des Radverkehrs auf dem Weg zu einem insgesamt klimafreundlicheren Verkehrsgeschehen“, erklärten Bürgermeister Kay Tenge und der Fahrradbeauftragte Kurt Bussweiler.

Alle Informationen zur Aktion „Radfahren neu entdecken“ gibt es im Internet unter www.radfahren-neu-entdecken.de.

Fragen rund ums Fahrradfahren in Oestrich-Winkel beantwortet der Fahrradbeauftragte Kurt Bussweiler unter der E-Mail-Adresse fahrradbeauftragter@oestrich-winkel.de oder Telefonnummer 06723 7515.

Was macht der Fahrradbeauftragte?

Der Fahrradbeauftragte hat die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung dafür zu sorgen, dass man bequem und sicher mit dem Fahrrad durch unsere Stadt fahren und auch parken kann. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Mitarbeit aller Radfahrenden notwendig. Nehmen Sie Kontakt mit mir auf, melden Sie mir Probleme und machen Sie Vorschläge zur Verbesserung der Fahrradmobilität in Oestrich-Winkel.

Kurt Bussweiler

E-Mail: fahrradbeauftragter@oestrich-winkel.de

Telefon 06723-7515

Kurt Bussweiler, Fahrradbeauftragter der Stadt Oestrich-Winkel

Oestrich-Winkel mit dabei beim ADFC-Fahrrad-Klima-Test 2020!

Oestrich-Winkel hat hessenweit die zehnthöchste Teilnehmerquote, was auf ein großes Interesse am Fahrradfahren in der Bevölkerung schließen lässt.

Oestrich-Winkel, den 09. Dezember 2020 – Bis zum 30.11.20 konnten Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland am Fahrrad- Klimatest des ADFC teilnehmen und anhand eines umfangreichen Fragebogens die Bedingungen und Erfahrungen beim Fahrradfahren in ihrer Kommune dokumentieren. In Hessen haben rund 350 Kommunen daran teilgenommen, aber nur 105 von ihnen ist es gelungen, die notwendige Teilnehmerquote zu erreichen.

In Oestrich-Winkel war die Voraussetzung für die Teilnahme, dass mindestens 50 Personen Auskunft geben. Tatsächlich haben insgesamt 101 Personen den Fragebogen ausgefüllt. Bürgermeister Tenge und der Fahrradbeauftragte Bussweiler sind über die große Teilnehmerzahl überrascht und sehr erfreut.

„Wir warten nun gespannt auf die Auswertung durch den ADFC, die im Frühjahr 2021 vorliegen soll“, kommentierte Bürgermeister Tenge. Der Fahrradbeauftragte Bussweiler ergänzte: „Fahrradfahren wird in Oestrich-Winkel immer beliebter, das zeigt auch die hohe Teilnehmerzahl beim Stadtradeln in diesem Jahr, 94 Radfahrende haben in drei Wochen fast 20.000 Kilometer zurückgelegt.“

Insgesamt hat Oestrich-Winkel mit dieser Teilnehmerquote hessenweit den zehnten Platz beim ADFC-Klima-Test belegt, knapp vor der Stadt Eltville. Die anderen Kommunen im Rheingau erreichten die Mindestteilnehmerquote nicht. 

Nach dem Stadtradeln ist vor dem Stadtradeln

Das diesjährige Stadtradeln 2020 war ein großer Erfolg. 84 Radlerinnen und Radler sind in den drei Wochen 19.000 km gefahren. Darüber hinaus haben sie der Stadtverwaltung Hinweise gegeben und Vorschläge gemacht,  wie das Radfahren in der Kommune sicherer und attraktiver gestaltet werden kann.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen berührt unterschiedliche behördliche Zuständigkeiten. Nicht nur die Stadt Oestrich-Winkel , sondern das Wasser- Schifffahrtsamt Bingen, die Deutsche Eisenbahn, die Straßenverkehrsbehörde des Landes, Hessen Mobil, oder der Zweckverband Rheingau sind entweder zu beteiligen oder sogar federführend in der Ausführung.

Das macht es schwierig, einen Zeitplan für die Umsetzung festzulegen, da Abhängigkeiten von anderen Behörden bestehen. Mit der hier aufgeführten Liste sind alle Kritikpunkte transparent genannt, die dem Fahrradbeauftragten im Zuge des Stadtradelns zur Kenntnis gegeben wurden. Ich bin kontinuierlich im Gespräch mit der Stadtverwaltung und hoffe, dass auch weiterhin Vorschläge zur Verbesserung der Situation der Radfahrenden bei mir eingehen.  

Folgende Vorschläge sind eingegangen:

1            Leinpfad: Unebenheiten und Engstelle auf der Höhe des ehemaligen KOEPP-Tunnels stellen eine große Gefährdung für Radfahrende und Fußgänger dar.

2           Am Oestricher Weinverladekran fehlt ein Hinweis auf die radfahrtaugliche Unterführung. Die in der Sportplatzunterführung angebrachten Schiebehilfen sind zu dicht an der Wand. Ein Betonstein am Abgang der Unterführung ist nicht markiert und stellt eine Gefährdung dar.

3            Für Radfahrer/innen, die durch die Unterführung an der Fähre fahren und von dort auf den Leinpfad abbiegen, zeigt die Ampel nur dann GRÜN, wenn die Fähre gerade anliegt, sonst ist sie stets auf ROT.

4            Die Unterführung in Höhe der Schwarzgasse ist für Radfahrende und Gehbehinderte in schlechtem Zustand, ein barrierefreier Ausbau ist dringend notwendig.

5            Bei "Allendorf am Rhein" wird die B42 immer wieder von Radfahrenden und Fußgängern überquert (!), es fehlt ein Hinweis auf die radfahrtaugliche Unterführung auf der Höhe "Haus am Strom".

6            In der Schillerstraße fehlt auf Höhe des Märzackerwegs eine Straßenmarkierung für Radfahrer. Die Sperre für Radfahrende (Umlaufgitter) in Richtung Johannisbergerstraße ist zu eng, sie ist mit einem Anhänger nicht passierbar. In der Johannisbergerstraße müssen die Bordsteine abgesenkt werden.

7            In der Rheinallee fehlt in Höhe des Hauses am Strom ein Hinweis für den motorisierten Verkehr auf entgegenkommende Radfahrer, ebenso an der Ecke "Im Kreuzgarte".

8            Der Radweg entlang K634 nach Hallgarten ist zu schmal (weniger als 1 m). Wann erfolgt der Anschluss an die B42a?

9            Wann gilt in der gesamten Hauptstraße/Rheingaustraße zwischen Engerweg und Bahnhof Tempo 30?

10          Der Radweg von Winkel nach Geisenheim entlang der B42a muss auf der Nordseite verbreitert werden.

11         Innerörtlich fehlen sichere Abstellplätze für Fahrräder.                            

              Allgemein

1            Innerörtlich fehlen Beschilderungen für ortsfremde Radfahrende, entweder als Zubringer zum Radweg R3a oder zum Radweg R3.

2            Der Bewuchs mit Büschen und Sträuchern muss zeitnah beseitigt werden, besonders entlang des Leinpfads sowie parallel zur B42a und entlang weiterer Radwege .

3           Ein Teil des motorisierten Verkehrs entlang des Radwegs R3 ist nicht zulässig und muss stärker kontrolliert werden. Dies gilt insbesondere für die Streckenabschnitte zwischen Vollradser Allee und Hallgarten und zwischen Jugendfarm und Weberbrücke (Ecke Weingut Krayer).

4            Alle Einbahnstraßen für Radfahrende sollten in Gegenrichtung frei gegeben werden, nur so gibt es eine verständliche und durchgehende Regelung für alle Verkehrsteilnehmer.

5            Es fehlen eine einheitliche Vorfahrtregelung und Beschilderung für alle Rheingauer Kommunen.