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Willkommen in Oestrich-Winkel

Neujahrsrede von Bürgermeister Michael Heil zum Neujahrsempfang am 19. Januar 2018

Guten Abend meine sehr geehrten Damen und Herren, 

ich darf Sie ebenfalls alle recht herzlich im Namen der Stadt Oestrich-Winkel zum diesjährigen Neujahrsempfang hier in unserem Bürgerzentrum begrüßen und ich freue mich, dass wieder so viele unserer Einladung gefolgt sind.

Bedanken möchte ich mich zunächst bei unserem Stadtverordnetenvorsteher Roland Laube, der in diesem Jahr die Begrüßung der Gäste übernommen hat, Sie wissen, dass die Neujahrsansprache immer im Wechsel zwischen Stadtverordnetenvorsteher und Bürgermeister gehalten wird. Und so habe ich in diesem Jahr die Ehre, hier vor Ihnen über das, was im vergangenen Jahr so alles geschehen und das, was in diesem Jahr geplant ist, zu sprechen. 

Besonders willkommen heißen möchte ich noch einmal unsere Stadtkapelle, die uns bereits auf den Abend musikalisch eingestimmt hat und natürlich weitere Stücke für uns bereit hält. Vielen Dank, dass Sie uns heute und auch über das Jahr hinweg immer unterstützen, schön, dass Sie dabei sind und nochmals einen kräftigen Applaus für Sie. 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Ich wünsche Ihnen allen zunächst einmal ein gutes neues Jahr, in das Sie hoffentlich auch alle gut hinein gekommen sind und ich wünsche Ihnen, dass sich die Erwartungen, die Sie mit 2018 verbinden, erfüllen mögen.

Gleichzeitig wünsche ich uns allen bereits jetzt einen angenehmen und unterhaltsamen Abend und ich verspreche Ihnen, dass meine Rede zeitlich so gestaltet ist, dass für die Unterhaltung noch ausreichend Möglichkeit besteht.

Der römische Philosoph Seneca hat einmal gesagt:

„Die menschliche Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen müsste, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden“. 

Ein Satz, der eine sehr positive Botschaft übermittelt und ein Satz, der fast täglich in unserer Stadt erlebbar ist. Wir sind eine Gemeinschaft, die zusammen hält, hier leben Menschen, die auf unterschiedlichen Ebenen dafür Sorge tragen, dass wir in stabilen Verhältnissen leben. Ein Satz, der sicherlich für eine positive Grundstimmung sorgen kann, wenngleich natürlich nicht alles im Leben oder alles in unserer Stadt positiv verläuft.

Wichtig sind aber der Zusammenhalt und das Füreinander da sein, dann lassen sich Probleme oder Schwierigkeiten besser bewältigen, als wenn man alleine vor diesen steht.

Und tatsächlich begann das neue Jahr in Oestrich-Winkel nicht so positiv, wie man sich das als Verantwortlicher, aber auch als Bürgerin und Bürger wünschen mag.

Die erste schlechte Nachricht erreichte mich und uns am 04. Januar:

Der traditionsreiche Betrieb KOEPP mit einer über 150jährigen Firmengeschichte soll geschlossen werden, 60 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Eine Nachricht, die mich sehr erschüttert hat, zumal es für mich und uns keinerlei Anzeichen dafür gegeben hat. Gerade nach dem Störfall im Jahr 2012 wurden erhebliche Investitionen in das Werk getätigt, eigentlich doch ein Zeichen dafür, den Standort erhalten zu wollen.

Der Mutterkonzern sieht das offenbar anders, ich bin aktuell in Gesprächen mit der Geschäftsleitung, es geht darum auszuloten, unter welchen Bedingungen ein Erhalt des Werkes möglich ist, sofern dies nicht der Fall sein sollte, müssen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die derzeit mit Sorge in die Zukunft blicken, sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Wir werden da sehr genau hinschauen und im Rahmen unserer Möglichkeiten Einfluss nehmen.

Dann, einen Tag später, kommt das Hochwasser, von dem wir ja nun schon längere Zeit verschont geblieben sind. Nach den heftigen Regenfällen und den hohen Temperaturen war ein starker Pegelanstieg absehbar, nachdem bereits die Unterführungen und der Leinpfad nicht mehr passierbar waren, erfolgte dann am 06. Januar die Sperrung der B 42.

An dieser Stelle mein ausdrücklicher Dank an die Feuerwehren, an der Spitze unser Stadtbrandinspektor Christian Ringel, für deren Einsatz und Unterstützung, das passiert alles reibungslos und in sehr guter Abstimmung mit der Stadt. Dank auch an unsere Verwaltung, insbesondere der Ordnungspolizei und des Baubetriebshofes für den Einsatz.

Wollen wir hoffen, dass uns schlechte Nachrichten und Ereignisse nicht in diesem Tempo weiter ereilen, ich bin zuversichtlich, dass das Positive in den kommenden Monaten überwiegen wird.

Doch zunächst ein Blick zurück, ein Blick auf das abgelaufene Jahr 2017, über das es viel zu berichten gäbe, so viel, dass sich der eingangs angekündigte zeitliche Raum für Unterhaltungen auf Null reduzieren dürfte, aber keine Sorge, ich beschränke mich auf einige Themen und bitte um Verständnis, dass nicht alles Erwähnenswerte auch tatsächlich erwähnt werden kann.

Ich will mich auch auf die Geschehnisse in unserer Stadt beschränken, vieles, was im Land, im Bund, in Europa und der Welt im vergangenen Jahr passiert ist, könnte hier Erwähnung finden, viele erschütternde Meldungen beherrschten in diesem Jahr die Schlagzeilen der Medien und bewegten die Menschen, aber all das würde den heutigen zeitlichen Rahmen sprengen.

Beim Blick zurück ergibt sich auch schon der Blick nach vorn, denn viele Themen und Projekte, die in der Vergangenheit oder im letzten Jahr begonnen wurden, finden ja im neuen Jahr ihren Fortgang.

Traditionell an erster Stelle der Blick auf die finanzielle Situation in unserer Stadt:

Aktuell sind wir zufrieden, die wirtschaftliche Lage ist gut, damit auch verbunden die positiven Steuereinnahmen. Gestützt von diversen Programmen von Land und Bund, konnten wir für die Jahre 2018 und 2019 einen Haushalt beschließen, der jeweils einen Überschuss ausweist. Das war nicht immer so, hoffen wir, dass die gute konjunkturelle Entwicklung anhält.

Als Folge der positiven Entwicklung konnten wir nun die Grundsteuer B um einhundert Punkte senken, nachdem diese zuletzt deutlich erhöht wurde.

Ich gehe, mit verhaltenem Optimismus davon aus, dass eine weitere Senkung in 2019 möglich ist, allerdings sollten wir, so wie das gute Kaufleute machen, die Entwicklung des laufenden Jahres beobachten und auf Basis konkreter Zahlen dann eine Entscheidung treffen. Wie heißt doch das berühmte Sprichwort? Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist.

Daran halten wir uns auch in diesem Fall.

Finanziell belasten könnte uns der heftige Sturm am 01. August 2017, bei dem über 30.000 Festmeter Holz Schaden nahmen. Zwar nehmen wir erst einmal deutlich mehr Geld als geplant aus dem Verkauf von Holz ein, aber der Verkauf des Schadholzes bringt natürlich auch deutlich weniger Ertrag als geplant, dazu kommen dann die Kosten für die Wiederaufforstung und den Wegebau.

Glücklicherweise wird uns das Land Hessen bei der Bekämpfung der Sturmfolgen finanziell unterstützen, ein deutlicher Verlust wird aber allemal bleiben.

Ein wichtiges Projekt konnte in 2017 vorangetrieben werden und dessen Realisierung beginnt nun auch in diesem Jahr: Die Umgestaltung des Bahnhofes in Mittelheim. Eine aus meiner Sicht dringend notwendige Maßnahme in unserer Stadt. Nicht nur, dass damit die Zeiten der Gleisüberquerung zum Erreichen der Züge beendet sein werden, nein, der Bahnhof wird künftig auch ohne Barrieren sein. Sie wissen, dass die Bahn selbst aufgrund der Passagierzahlen keinen barrierefreien Ausbau durchgeführt hätte, es ist aber gelungen, Fördergelder zu erhalten, mit denen die gesamten Kosten dafür gedeckt werden können.

Im Anschluss an die Baumaßnahme der Bahn, die sicher auch viele Belastungen vor allem für die angrenzenden Bewohner mit sich bringen wird, wollen wir das Umfeld neu gestalten, auch hierfür stehen bereits Gelder aus einem Investitionsprogramm zur Verfügung.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen können dann endlich auch Rollator-Nutzer, Rollstuhlfahrer und Passagiere, die z.B. mit einem Kinderwagen unterwegs sind, problemlos in die Züge einsteigen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Sehr gut voran kommen wir auch mit unserem Mehrgenerationenprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Rabanus-Maurus-Schule im Stadtteil Winkel. Nach der Schließung der Schule durch den Kreis konnten wir uns mit dem Kreis darauf verständigen, dass der Verkaufserlös zur Hälfte der Stadt zusteht, immerhin fast 1,1 Millionen Euro.

Ein Investor für das Projekt ist bereits ausgewählt, sowohl die Stadtverordnetenversammlung als auch der Kreistag haben ihre Zustimmung erteilt. „Alles auf Grün“, würde ich sagen.

Aktuell wird der Bebauungsplan erarbeitet, wir arbeiten mit Hochdruck daran und hoffen, dass wir im Sommer mit dem Abbruch der bestehenden Gebäude beginnen können. Auf dem Gelände kann dann nicht nur unser Mehrgenerationenhaus eine neue Heimat finden, es entstehen dort auch barrierefreie Wohnungen, ein Betriebskindergarten sowie eine Tagespflege. Diese ist mir besonders wichtig, da sie dazu dient, den Menschen einen möglichst langen Verbleib in ihrem eigenen Zuhause zu ermöglichen.

Gebaut werden soll auch auf der „Fuchshöhl“ zwischen Mittelheim und Oestrich, auch hier sind wir mitten im Verfahren zur Erstellung des Bebauungsplanes, seitens der Stadtverordnetenversammlung wurden bereits Beschlüsse zu Gestaltung und zur Bauweise gefasst, die sich natürlich in den Planentwürfen wieder finden.

Die Vergabe der Grundstücke wird uns sicher noch intensiv beschäftigen, zumal die Zahl der Bewerber deutlich größer als die Zahl der zur Verfügung stehenden Grundstücke ist.

Dies zeigt aber deutlich, dass ein weiterer Bedarf besteht und das Thema damit nicht beendet sein kann.

Doch nicht nur der „Neubau“ hat Priorität, auch der Bestand muss erhalten, modernisiert und gegebenenfalls neu gestaltet werden.

Insofern war eine der besten Nachrichten des Jahres 2017 für mich die Aufnahme der Stadt in das Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Mit diesem Förderprogramm des Landes Hessen können sowohl städtische als auch private Maßnahmen finanziert werden.

Fünf Teilgebiete wurden festgelegt und erste Maßnahmen beschrieben. Über einen Zeitraum von 10 Jahren stehen uns Gelder zur Verfügung, ich werbe dafür, im ersten Schritt eine Neugestaltung des Bereichs „Parkplatz Molsberger“ und „Scharfes Eck“ durchzuführen, zwei Bereiche, die dringend eine Aufwertung erfahren müssen.

Derzeit schreiben wir das notwendige Projektmanagement aus, dann wird es erste Informationsveranstaltungen geben, in denen sich auch Bürgerinnen und Bürger über Fördermöglichkeiten informieren können.

Darüber hinaus haben wir für den Stadtteil Mittelheim eine energetische Stadtsanierung auf den Weg gebracht, technische und wirtschaftliche Energiesparpotenziale für private und öffentliche Gebäude werden festgestellt, anschließend erfolgt eine Beratung bezüglich der Umsetzung, aber vor allem eine Beratung bezüglich der Fördermöglichkeiten.

Man staunt immer, welche Fördertöpfe zur Verfügung stehen, insofern rufe ich alle Mittelheimer dazu auf, von dem Angebot Gebrauch zu machen, es lohnt sich!

Gebaut wurde und wird auch an vielen anderen Stellen in Oestrich-Winkel.

Abgeschlossen wurde die Baumaßnahme des EBS Wohnheimes. Es gab während der Bauphase viele Klagen über die Architektur und die Größe, ich persönlich finde, dass sich das Gebäude mit seiner Klinkerfassade gut in die Landschaft einpasst, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlicherweise immer streiten.

„Im Bau“ befindet sich weiterhin das Brentanohaus. Nachdem die Fassade und das Dach des Hauptgebäudes saniert wurden und auch das historische Badehaus in neuem Glanz erstrahlt, erfolgen gerade die letzten Arbeiten zum Umbau der Kelterhalle zur neuen Tourist-Info und zum Museumsshop. Damit haben wir dann einen aus meiner Sicht idealen Standort für die Tourist-Info gefunden, auch hier haben wir von Fördergeldern des Landes und des Bundes profitiert, dazu kommt noch eine Förderung aus dem Programm LEADER. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle noch bei den Betreibern des Hotels „Fine Living“, dort durften wir die letzten Jahre unsere Tourist-Info betreiben, gleichzeitig wünsche ich dem im letzten Jahr neu eröffneten Hotel viel Erfolg.

Im nächsten Schritt geht es an  das Innenleben des Hauses, auch hier gibt es noch viel zu tun, aber dank aller dort Engagierten wird auch das alles klappen. Die Symbiose aus Museum, Gastronomie und Info-Point ist sicher ein Meilenstein für die touristische Entwicklung unserer Stadt.

Gebaut wird auch in der Kindertagesstätte „Purzelbaum“.

Ich persönlich freue mich über steigende Geburtenzahlen und auch die neuen Bauplätze werden für Nachwuchs sorgen, mithalten muss dann natürlich auch das Angebot an Betreuungsplätzen. So haben wir uns entschlossen, den EG Bereich des Gebäudes zu erwerben und die Kindertagesstätte zu erweitern.

Insgesamt entstehen dort 35 neue Plätze und durch eine gute Abstimmung zwischen Architekt und Jugendamt konnte sogar noch eine Entlastung der baulich etwas beengten Verhältnisse im 1.OG erreicht werden.

Mit den neu entstehenden Krippen- bzw. altersgemischten Gruppen sind wir für die Zukunft gut aufgestellt.

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass wir uns um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune des deutschen Kinderhilfswerks und UNICEF beworben haben. Unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird ein Aktionsplan erstellt, die damit auch mehr Beteiligungsmöglichkeiten bei der Gestaltung unserer Stadt erhalten. Das ist eine gute Ergänzung zu unserer erfolgreichen Jugendarbeit, die übrigens in diesem Jahr aus vielen hässlichen grauen Strom- und Telefonkästen mit Unterstützung von Jugendlichen wahre Kunstwerke geschaffen hat. Dafür ein Dankeschön.

Auch im Bereich der Straßen wurde viel gebaut. Die Friedhofstraße wurde saniert, ebenso ein Teilstück der Adalbert-Stifter-Straße, die Rosenthalstraße wurde teilerneuert und die grundhafte Sanierung der Friedrich-Ebert-Straße wurde abgeschlossen.

Seit 2013 haben wir insgesamt über 3,5 Millionen Euro in den grundhaften Straßenbau investiert. Zum einen können wir damit auf Dauer unwirtschaftliche „Flickerei“ reduzieren, zum anderen ergibt sich langfristig ein besseres Stadtbild, es ist doch schön, wenn man nicht den ganzen Tag durch seinen Ort holpert.

Nicht gebaut werden Windräder im Rheingau, nachdem sich der Projektentwickler in Geisenheim zurückgezogen hat, dürfte das Thema zunächst einmal beendet sein.

Es gibt hierzu sehr unterschiedliche Auffassungen und die unterschiedlichen Auffassungen dazu gilt es auch zu akzeptieren, meine dazu ist bekannt und ich freue mich, dass unser Rheingau, für den ich nun schon seit fast 20 Jahren tätig bin, frei von Windkraftanlagen bleibt.

Jetzt könnte man ja fast meinen, die Stadt Oestrich-Winkel, der Bürgermeister und die Verwaltung beschäftigen sich ausschließlich mit dem Thema „Bauen“.

Dem ist natürlich nicht so!

Auch im kulturellen Bereich gibt es neues zu vermelden. Die Stadt Oestrich-Winkel ist dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain beigetreten, dieser Kulturfonds fördert kulturelle und künstlerische Projekte , die Kooperation ist eine wunderbare Chance, um das künstlerische und kulturelle Angebot in unserer Stadt mit Signalkraft in den gesamten Rheingau zu erweitern. Wir können damit neue und abwechslungsreiche Veranstaltungen anbieten, in 2017 haben bereits die ersten stattgefunden, z.B. das Kurzfilmfestival „Shorts at Moonlight“ im Hof der EBS, viele weitere sind für 2018 in Vorbereitung.

Und auch unser Kulturdenkmal, der Oestricher Kran wird in 2018 innen neu gestaltet und aufgewertet, die Mittel dafür haben wir Haushalt 2018 vorgesehen.

Erwähnen möchte ich in diesem Jahr ausdrücklich einmal das Wandererlebnis Flötenweg. Nachdem die ersten Jahre nicht einfach waren und viele schon ans Aufgeben dachten, ist das Event am ersten Wochenende nach Pfingsten mittlerweile ein Besuchermagnet. Hotels sind ausgebucht, viele Gäste kommen von weit her und die Stimmung ist wirklich einmalig. Mein Dank gilt daher den Organisatoren, dem Verkehrsverein unserer Stadt, der das alles ehrenamtlich organisiert und ohne den der Bereich „Tourismus“ wesentlich mehr städtisches Geld benötigen würde.

Auch im Bereich „Soziales“ gibt es neues zu vermelden. So bieten wir in Kooperation mit weiteren Kommunen des Rheingau-Taunus-Kreises eine Wohnberatung an, die Menschen dabei helfen soll, ihr persönliches Wohnumfeld so zu gestalten, dass sie dort möglichst lange bleiben können.

Auch bieten wir seit einigen Wochen über einen Partner haushaltsnahe Dienstleistungen an. Nachdem die Realisierung über ein Förderprogramm nicht funktionierte und ein ehrenamtliches Modell nicht sichtbar war, haben wir uns für den Weg einer Kooperation entschieden, die ausdrücklich keine Konkurrenz zu den bestehenden Einrichtungen wie HUFAD oder Sozialstation darstellen soll.

In unserem MGH gibt es darüber hinaus eine Vielzahl von Angeboten, die kontinuierlich erweitert bzw. ergänzt werden.

Insofern kann ich mit Stolz behaupten, dass wir auch im sozialen Bereich gut aufgestellt sind.

Gefeiert haben wir auch, insbesondere viele Jubiläen.

725 Jahre Mittelheim, 100 Jahre FSV Winkel, 90 Jahre Brunnenmeisterschaft Winkel, 40 Jahre Jugendfeuerwehr Hallgarten, 25 Jahre Oestricher Wochenmarkt, 10 Jahre Zweckverband Rheingau und 10 Jahre HUFAD.

Allen Geburtstagskindern nochmals alles Gute in der Hoffnung auf viele weitere Jahre aktives Vereins- bzw. Verbandsleben.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

die Stärke einer Kommune machen nicht nur gute Wirtschaftsdaten, nicht nur gute Bildungs-, Sozial- und Freizeitangebote aus.

Zur Stärke einer Kommune trägt auch in großem Maße bei, dass die Bürgerinnen und Bürger Verantwortung für Ihren Ort übernehmen und sich für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl einsetzen, womit ich wieder am Anfang meiner Rede und dem „Gewölbe“ bin.

Deshalb möchte ich mich heute vor allem für das Engagement der vielen Ehrenamtlichen bedanken, die sich in Vereinen, im Mehrgenerationenhaus, in den Freiwilligen Feuerwehren und in der Seniorenbetreuung engagieren. Auch in der HUFAD und der Flüchtlingshilfe wird Großes geleistet. Freiwilliger Einsatz für andere ist keine Selbstverständlichkeit und es gebührt Ihnen unser aller Dank und Anerkennung.

In diesen Dank schließe ich auch ganz besonders die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der städtischen Betriebe ein, die täglich für Oestrich-Winkel arbeiten und wirken.

Kommune, meine Damen und Herren, heißt Gemeinschaft, Oestrich-Winkel, das sind wir alle. Wenn wir zusammenstehen und gemeinsam wirken, dann können wir große und kleine Herausforderungen meistern, das hat sich in den letzten Jahren erwiesen.

Ich jedenfalls freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen.

Lassen Sie mich zum Schluss meiner Rede noch ein paar Sätze meines Amtskollegen der schönen Nordseeinsel Langeoog zitieren, zu einem Thema, das mich schon längere Zeit bewegt.

Er schrieb in seinem Neujahrsgruß u.a.: ZITAT ANFANG

„Die Gerüchteküche der Neuzeit sind die sozialen Netzwerke. Hier werden ungebremst Gerüchte in die Welt gesetzt, Halbwahrheiten gepostet und Meinungen geäußert, nach denen oft nicht gefragt wurde.

Hier, in der social-network-Gruppe fühlt sich der Schreiber sicher, da traut er sich was…. .

Es dient ja nicht wirklich dazu, sich mit dem virtuellen Gegner auseinander zu setzen, sondern vielleicht eher, um von sich abzulenken, um Dampf abzulassen, ohne eine Konfrontation fürchten zu müssen.

Ich werde oft gefragt: “Hast du schon auf Facebook gelesen?

Nein! Habe ich nicht und werde ich auch nicht. Von daher sehe ich mich auch nicht veranlasst, gepostete Gerüchte richtig zu stellen.

Für mich ist das keine Plattform, auf der eine inhaltlich kritische Kommunikation stattfinden kann.

Wem der Mut fehlt, seinem Gegenüber in die Augen zu schauen, wenn er etwas zu sagen hat, der kann einem Leid tun.

Ich wünsche mir, dass zukünftig mehr Menschen den Mut fassen, in der realen Welt miteinander zu kommunizieren, den Mut fassen, hinter dem gesprochenen Wort zu stehen und sich nicht hinter der Anonymität der Netzwerke zu verstecken“.

ZITAT ENDE

Diesen Worten kann ich mich nur anschließen und danke Ihnen, liebe Gäste, für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen allen ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2018, gleichzeitig darf ich nun die Sternsinger auf die Bühne bitten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Neujahrsrede von Stadtverordnetenvorsteher Roland Laube zum Neujahrsempfang am 19. Januar 2018

Meine sehr geehrten Damen und Herren,  ich begrüße Sie im Namen der Stadt Oestrich-Winkel sehr herzlich zum Neujahrsempfang 2018 und bedanke mich bei Ihnen, dass Sie uns so zahlreich die Ehre Ihres Besuchs erweisen.

Meine Damen und Herren, den allermeisten von uns geht es trotz des ein oder anderen Wehwehchens gut. Wir dürfen froh sein, hier zu leben und die Annehmlichkeiten unseres Wohlstands in Frieden und Freiheit in Anspruch nehmen zu können.

Aber es ist merkwürdig in Deutschland: uns geht es wirtschaftlich blendend, wir sind eines der erfolgreichsten Länder dieser Welt, bei der Frage der Zufriedenheit aber liegen wir weit hinten und rangieren in der Welt nur auf Platz 16.

Wissenschaftler haben für Kinder herausgefunden, dass sie glücklich sind, wenn sie wissen, was sie möchten.

Vielleicht gilt das auch für Erwachsene und vielleicht müssen wir nachdenken, ob wirklich stetige Veränderung das Maß der Dinge ist oder es nicht zumindest parallel Werte geben muss, die Zeiten und Moden überdauern, die uns sozusagen heilig sind.

Bei manchem erzeugt die wilde Raserei der Globalisierung schon heute Entschleunigungs-Reflexe, von der Retrokultur bis zum Streben nach mehr Nachhaltigkeit.

Ich denke, wir müssen uns wieder mehr mit den großen Themen des Menschseins  /von der Religion über die kulturelle Identität bis zu Familie und Heimat/  befassen und weniger mit dem Materialismus. Es gibt keine Zukunft ohne Herkunft.

MDuH, ich darf Sie ganz herzlich begrüßen. Sie  alle  sind uns ganz herzlich willkommen. Jeder der heute hier Anwesenden ist für unsere Stadt wichtig, nur  wir alle gemeinsam  können die anstehenden Aufgaben lösen.

Einige Personen will ich besonders benennen, wobei wir ihnen am Ende der Begrüßung einen gemeinsamen Applaus spenden sollten.

Ich begrüße unsere Weinköniginnen, die viele Veranstaltungen verschönen und ganz wichtige Repräsentantinnen für unsere Stadt sind.

Ich begrüße alle, die in Vereinen und Organisationen ehrenamtliche Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit leisten. Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist ein unentbehrlicher Teil des Miteinanders in unserer Stadt. Die Malteser, deren Stadtbeauftragten Norbert Häger ich hiermit begrüße, haben ausgerechnet, dass sie im vergangenen Jahr rund 5.700 Stunden ehrenamtlich geleistet haben. Rechnet man das einmal auf alle Vereine und Gruppen hoch, so dürften wir in dieser Stadt auf weit über 100.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit kommen. Das ist eine stolze Zahl und zeigt das Engagement unserer Bürger, ganz gleich welchen Geschlechts und welchen Alters.

Ich begrüße unsere Kommunalpolitiker, die ebenfalls in ihrer Freizeit tätig sind, um möglichst das Beste für unsere Stadt zu erreichen. Dass es dabei unterschiedliche Meinungen gibt, ist in der Demokratie ausdrücklich gewollt. Dass es dabei manchen Misston gibt, scheint unter Menschen nicht vermeidbar zu sein, aber ich appelliere, immer zu bedenken, dass wir nicht in einer dichotonem Schwarz-Weiß-Welt leben.

Ein besonders herzliches Willkommen rufe ich den Ehrenamtlichen in den Sanitätsdiensten, DLRG und Feuerwehr zu, an ihrer Spitze unserem Stadtbrandinspektor Christian Ringel. Diese Art von Ehrenamt ist etwas ganz Besonderes, denn diese Menschen stehen für unsere Gesundheit und unser Eigentum ein, bei vielen Einsätzen begeben sich die Kameraden in persönliche Gefahr, um anderen zu helfen. Das ist größter Ehre wert. Ich kann Ihnen versichern, dass die Stadt Oestrich-Winkel immer vorbehaltslos hinter Ihnen steht und auch die Bevölkerung Ihre wertvolle Arbeit zu schätzen weiß und Sie immer unterstützen wird.

Ich begrüße alle, die unseren christlichen Glauben bewahren und weitertragen, stellvertretend Frau Pfarrerin Stern-Tischleder und Frau Pfarrerin Dr. Schüz, und ich begrüße ebenso herzlich alle Vertreter anderer Religionen.

Ich heiße sehr herzlich willkommen die Vertreter aus Handel und Gewerbe, an erster Stelle Herrn Dr. Götting als Vertreter der Handwerkskammer Wiesbaden.

Ich begrüße alle, die sich um unseren Rheingau verdient machen. Dies sind die Winzer, die pflegen und bewahren, was unsere Region ausmacht. Das sind die Fachleute, die unseren Wald in Ordnung halten, alle Naturschutzfreunde und ich nenne ausdrücklich die Mitglieder des Vereins Pro Kulturlandschaft Rheingau, die es geschafft haben, den gesamten Rheingau von Windrädern freizuhalten.

Ich begrüße Vertreter der Schulen und Kindertagesstätten und bedanke mich für Ihre wertvolle Arbeit, herzlich willkommen Frau Stettler als Leiterin der Pfingstbachschule und Herr Weigel als Leiter der Grundschule Hallgarten.

Und um unsere Studenten sorgt sich die EBS, ein herzliches Willkommen an den Kanzler Herrn Schmidt, schön, dass Sie gekommen sind.

Ich begrüße Politiker aus Stadt, Land und Bund, nämlich gleich drei Abgeordnete des Bundestages,

Klaus Peter Willsch, der seit 1998 und auch dieses Mal wieder den hiesigen Wahlkreis gewonnen hat, Martin Rabanus aus Taunusstein, seit 2013 Mitglied des Bundestages und schließlich ganz frisch Alexander Müller.

Ich begrüße unsere Landtagsabgeordnete, Frau Müller-Klepper, und danke für Ihr stetes Engagement für unsere Stadt.

Je nachdem, wer da ist:

Es freut mich, dass Landrat Kilian zu uns gekommen ist, herzlich willkommen, und Bürgermeister und Parlamentsvorsteher aus den Nachbarstädten. Ich begrüße

aus Rüdesheim   Herr Bgm. Mosler und SV-Vorsteher Bathke

aus Geisenheim   Herr Bgm. Aßmann und SV-Vorsteher Fröhlich

aus Eltville                      Herrn SV-Vorsteher Schon

aus Walluf                      Herr Bgm. Kohl und Herr Vors. d. GV Horne

Ich grüße alle Mitarbeiter der Fa. Koepp, die gerade sehr unangenehme Tage erleben. Hoffen wir, dass die Bemühungen, die Arbeitsplätze zu erhalten, Erfolg haben. Und hoffen wir vor allem, dass auch die ferne Konzern-Geschäftsleitung ihrer Verantwortung für die Menschen gerecht wird, so wie dies ihre örtlichen Vorgänger seit 140 Jahren vorbildlich hier gelebt haben.

Ein Jahr bringt auch personelle Veränderungen, so hat die Rheingauer Volksbank einen neuen Vorstand, der zudem hier in unserer Stadt seinen Wohnsitz genommen hat. Ich begrüße Sie, Herr Zeiselmeier, deshalb auch stellvertretend für alle Neubürger, die heute den Weg zu uns gefunden haben.

Das Forstamt Rüdesheim hat einen neuen Leiter, ich begrüße Herrn Deutschländer-Wolf und wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg hier im wunderschönen Rheingau.  Und ich bedanke mich bei seinem Vorgänger, Herrn Dombrowsky, für die stets ganz hervorragende Zusammenarbeit.

Eine neue Geschäftsführerin hat der Rheingauer Weinbauverband, der seinen Sitz wieder in unserer Stadt und den Probeck´schen Hof mit neuem Leben erfüllt hat. Frau Andrea Engelmann ist die neue, aber in unserer Stadt wohlbekannt. Ich darf Sie begrüßen und Ihnen eine glückliche Hand bei Ihrer neuen Tätigkeit wünschen.

Leider haben wir keine Patenschaft mehr mit der Bundeswehr, weil es keine geeigneten Einheiten gibt, deshalb freue ich mich umso mehr, dass uns der Vorsitzende der Traditionsgemeinschaft PiBtl 320 in Lahnstein, Herr Werner, die Ehre gibt und die Verbindung hält, seien Sie und Ihre Frau herzlich willkommen.

Und damit will ich die persönliche Begrüßung abschließen und darf Sie alle bitten, unseren Ehrengästen einen Applaus zu spenden, als Dankeschön dafür, dass sie für uns den heutigen Abend opfern.

Zweimal Dankeschön möchte ich noch sagen: Danke an die Stadtkapelle unter Leitung ihres Dirigenten Bernd Cratz, die diesen Neujahrsempfang musikalisch begleitet.

Danke auch an die Familie Rothenbach, die den Ausschank übernommen hat und sicherstellt, dass wir nicht nur über den Rheingau reden, sondern ihn auch im Glase genießen können.

MDuH, der weitere Ablauf ist bekannt: die Stadtkapelle spielt noch ein Stück und danach hat der Hauptredner des heutigen Abends, Herr Bürgermeister Heil, das Wort, und zum Abschluss werden uns die Sternsinger gute Wünsche auf den Weg geben.

Meine Damen und Herren, ich wünsche Ihnen für das Jahr 2018 Gesundheit und Zufriedenheit und das nötige Quentchen Glück, auf das man immer wieder angewiesen ist.

Und ich wünsche mir, dass wir mehr lachen und uns am Leben freuen, statt mit deutscher Gründlichkeit immer nach dem zu suchen, was gerade noch nicht perfekt funktioniert.

Und vielleicht kann uns dabei Erich Kästner helfen, der sagte

Wird´s besser ?  Wird´s schlimmer ?   fragt man alljährlich.

Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich

Vielen Dank, dass Sie mir zugehört haben.

Sternsinger

Rund 500.000 Mädchen und Jungen 500 000 Mädchen und Jungen sind in den Gewändern der Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür gezogen, sie sammeln Geld nicht für sich, sondern für andere Kinder in der ganzen Welt. Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten, in Flüchtlingslagern oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen

Das Thema in diesem Jahr lautet „Gemeinsam gegen Kinderarbeit“.

Ich bitte Sie, die diesjährige Aktion der Sternsinger mit einer Spende zu unterstützen.

Interesse an einer Arbeitsstelle bei der Stadtverwaltung Oestrich-Winkel?

Jobs Stadtverwaltung Oestrich-Winkel

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Unter der Rufnummer 08000 116 016 und über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene, aber auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen und Fachkräfte beraten lassen – anonym, kostenlos, barrierefrei und in 17 Fremdsprachen.

Die größte weinbautreibende Gemeinde in Hessen

Oestrich-Winkel: weltbekannte Weingüter im romantischen Rheintal, an der breitesten Stelle des Rheins, Kultur und Tradition im Herzen des berühmten Weinanbaugebiets Rheingau

Im Herzen des Rheingaus

Oestrich-Winkel liegt in der Mitte des Rheingaus, etwa 20 km westlich der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden und 50 km westlich der Metropole Frankfurt, am Ufer des Rheins. Die Stadt wurde in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts aus den bekannten Weinorten Oestrich, Mittelheim, Winkel und Hallgarten gebildet.

Oestrich-Winkel ist das Herz des berühmten Weinanbaugebiets Rheingau und beherbergt rund 70 Weingüter. Viele davon sind international bekannt, ihre Weine sind weltweit auf den Weinkarten der Spitzengastronomie zu finden. Zu ihnen zählt auch eines der ältesten Weingüter der Welt, Schloss Vollrads. Es gibt über 100 landwirtschaftliche Betriebe in Oestrich-Winkel, die insgesamt eine Fläche von fast 900 Hektar bewirtschaften. Die große Mehrheit davon sind Klein- und Kleinstbetriebe mit weniger als 10 Hektar Fläche.

Schloss Vollrads

Schloss Vollrads ist das einzige Wasserschloss im Rheingau. Es wurde um 1300 n.Chr. von der Ritter-Familie Greiffenclau erbaut, welche einst im Dienste Karls des Großen stand und deren Stammbaum sich bis ins Jahr 1097 zurückverfolgen lässt. Schloss Vollrads ist eines der ältesten Weingüter der Welt. Seit dem Jahr 1211 ist der Handel mit Wein dokumentiert. Auf einer Rebfläche von rund 80 Hektar wird heute ausschließlich Riesling höchster Qualität angebaut. Von Ostern bis Ende Oktober laden das Gutsrestaurant und die Vinothek zu einer Rast bei Wein und kleinen Speisen auf der Hofterrasse des Schlosshofes ein. www.schlossvollrads.com

Das Rheingau Musik Festival

Die Geschäftsstelle des Rheingau-Musik-Festivals hat ihren Sitz in der Stadt. Seit 1987 zieht das Rheingau Musik Festival sein Publikum in die Region zwischen Frankfurt, Wiesbaden und Lorch. Michael Herrmann, der Intendant des Rheingau Musik Festivals, hatte bereits Anfang der Siebzigerjahre die Vision von einem Festival in seiner Heimat. Nach einem Probelauf im Sommer 1987 gründete Michael Herrmann mit einigen Freunden und Musikbegeisterten am 23. November 1987 den »Rheingau Musik Festival e.V.. Das war die Geburtsstunde des Rheingau Musik Festivals. 1988 ging die erste Spielzeit mit 19 Veranstaltungen an insgesamt fünf Veranstaltungsstätten über die Bühne. Heute stehen jeden Sommer nahezu 150 Konzerte an über 40 Spielorten auf dem Programm des Rheingau Musik Festivals. Das breite Programmspektrum hat seinen Schwerpunkt zwar auf der so genannten E-Musik, reicht aber auch bis zu Jazz und Kabarett. Die hohe künstlerische Qualität aller Konzerte ist dabei der verbindende Aspekt aller Veranstaltungen. www.rheingau-musik-festival.de

EBS Universität für Wirtschaft und Recht

Gegründet 1971 als European Business School, hat die EBS Universität für Wirtschaft und Recht bereits seit 1980 ihren Sitz auf Schloss Reichartshausen in Oestrich-Winkel. Als älteste private Hochschule für Betriebswirtschaftslehre in Deutschland bildet sie Führungspersönlichkeiten mit internationaler Perspektive aus. Das breit gefächerte Weiterbildungsangebot richtet sie an Führungskräfte aus der Wirtschaft. Ein außergewöhnliches Netzwerk von Alumni, Unternehmenspartnern, Förderern und Freunden ermöglicht den Studierenden ausgezeichnete Berufschancen nach dem Studium. Die EBS ist wichtiger Impulsgeber für Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. www.ebs.edu

Bevölkerung – namhafte Unternehmen

Zuletzt hatte Oestrich-Winkel rund 12.000 Einwohner. Gegenüber 1987 entspricht das einer Zunahme von 10 %., seit einigen Jahren stagniert diese Zahl. Die Kaufkraft liegt bei 17.355 Euro pro Einwohner und damit gut 7 % über dem Bundesdurchschnitt. Durch die Verkehrsanbindung ist Oestrich-Winkel ein günstig gelegener Standort für Industrie und Gewerbe. Die Koepp-Schaum GmbH und LCN / Wilde Cosmetics haben als bekannte, überregional tätige Unternehmen, hier ihren Firmensitz. Die Firma Monier Braas, international tätig in der Projektierung von Dachsystemen, gründete in der Stadt ein Tochterunternehmen.

Verkehrsanbindung

Die Verkehrsanbindung erfolgt über die B 42 Koblenz – Wiesbaden und die nahezu parallel verlaufende Bahnstrecke. Nach Rüdesheim am Rhein und Wiesbaden verkehren Linienbusse. Ein Autobahnanschluss besteht nach 15 km am Schiersteiner Kreuz an die A 66 Richtung Frankfurt und die A 60 Richtung Mainz/Bingen mit Anbindung an die A 61 Köln – Ludwigshafen. Durch die Rheinfähre nach Ingelheim ergibt sich eine Verbindung zur A 60 an der Anschlussstelle Ingelheim-West.

Historische Sehenswürdigkeiten in Oestrich-Winkel

In den Stadtkernen finden sich bedeutende Sehenswürdigkeiten, wie die Basilika St. Ägidius aus dem 10. Jhd. in Mittelheim oder die gotische Martinskirche in Oestrich. In Winkel nehmen das “Graue Haus” aus dem 12. Jahrhundert, das als ältestes, bewohnbares Steinhaus Deutschlands gilt, und das Haus der Familie von Brentano, in dem einst Johann Wolfgang von Goethe zu Gast war, einen besonderen Rang ein. Das Wahrzeichen der Stadt ist der historische Weinverladekran am Rheinufer aus dem Jahr 1745. Nördlich von Winkel liegt in Höhenlage Schloss Vollrads als einzig erhaltene Wasserburg des Rheingaus. Ein kulturhistorisches Kleinod, die Schröter-Muttergottes aus der Zeit um 1417, steht in der örtlichen Pfarrkirche in Hallgarten. Tourist-Information Oestrich-Winkel