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Die Stadt Oestrich-Winkel stellt das Sprachcafé „Babbel Nett“ vor
Offener Treffpunkt für Drittstaatbürgerinnen
Das Sprachcafé „Babbel Nett“, das im Rahmen von KISI (Kommunale Integrations-Guides zur Stärkung der Integrationserfolge) von der Hochschulstadt Oestrich-Winkel unter der Leitung von Dr. Barbara Eva Holler, Integrationskoordinatorin und Integrationsguide, angeboten wird, ist ein offener Treffpunkt für alle Drittstaatbürgerinnen, die ihre Deutschkenntnisse in einer entspannten und freundlichen Atmosphäre verbessern möchten.
Bürgermeister Carsten Sinß begrüßte die Gäste und erläuterte: „Ziel ist es, anerkannte Drittstaatsangehörige frühzeitig beim Ankommen zu unterstützen und ihre nachhaltige Integration vor Ort zu stärken.“
Teilnehmerinnen aus verschiedenen Ländern und Kulturen kommen im Sprachcafé „Babbel Nett“ zusammen, um in lockeren Gesprächen miteinander und mit den ehrenamtlichen Teilnehmerinnen des Projektes ihre Sprachfähigkeiten in Deutsch zu vertiefen.
Gefördert durch die EU und das Land Hessen
Das Projekt „Kommunale Integrationsguides zur Stärkung der Integrationserfolge (KISI)“ wird durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union gefördert sowie durch das Land Hessen kofinanziert.
In kleinen Gruppen über Alltagsthemen kommunizieren
Mithilfe der integrativen und sozialen Kraft von Kunst verfolgt das Sprachcafé „Babbel Nett“ verschiedene pädagogische und soziale Ziele. Diese sind, anders als in formalen Sprachkursen, weniger hierarchisch und nicht primär leistungs- oder zielorientiert. Im Mittelpunkt steht die Möglichkeit, eine Sprache aktiv anzuwenden, den Wortschatz zu erweitern und die mündliche Ausdrucksfähigkeit zu verbessern. Darüber hinaus sollen die Teilnehmerinnen ermutigt werden, Hemmungen beim Sprechen zu überwinden und in einer kleinen Gruppe über Alltagsthemen zu kommunizieren.
Ziel ist der kreative und interkulturelle Austausch
Ein grundlegender Teil des Sprach Café Babbel Nett sind der kreative und interkulturelle Austausch, der durch Kunstprojekte zum Ausdruck kommt und Themen aus dem Alltag der Teilnehmerinnen anschaulich illustriert. Sitta Derstroff, Ehrenamtliche und Kunstpädagogin erklärt: „Die Projekte im Sprachcafé ‚Babbel Nett‘ schaffen einen geschützten Raum, in welchem die Lebenswelten der Frauen zunächst nonverbal und kreativ sichtbar werden. So entsteht die Möglichkeit, dass die Frauen ihre Geschichten teilen und es entwickeln sich Prozesse, die weit über das Malen und Gestalten hinausgehen. Die achtsame und wertschätzende Atmosphäre, das freundliche und freudige Miteinander und vor allem die Zeit, in denen die teilnehmenden Frauen für sich sein können, ist individuell von hoher Bedeutung und geeignet, persönliche Entwicklungsprozesse anzustoßen.“

Erklärung für die Teilnehmerinnen: „Was ist ein Vision Board?“
Kunst als Teilhabe- und Integrationsplattform
Kunst eignet sich in besonderer Weise als Teilhabe- und Integrationsplattform. Die Gestaltung von Collagen insbesondere ist ein kultur- und schichtübergreifendes Phänomen. Die Regeln dieser Kunstform sind universell und Sprachprobleme können durch nonverbale Kommunikation überwunden werden. Daher soll das Sprach Café Babbel Nett für Frauen als zukunftsorientiertes Projekt verstanden werden, welches die Zusammenarbeit der Hochschulstadt Oestrich-Winkel mit Drittstaatbürgerinnen als einen aktiven Austausch versteht.

Das Sprachcafé „Babbel Nett“ möchte das Verständnis kommunaler Integrationspolitik als zivilrechtliche Aufgabe fördern und die Transnationalisierung sozialer Räume und Netzwerke sichtbar und verständlich zu machen.
Gegenseitiges Verständnis statt Prüfungen

Vor dem Hintergrund weitreichender Kürzungen bei den Angeboten von Integrationskursen bietet das Sprachcafé „Babbel Nett“ kreative Möglichkeiten die deutsche Sprache zu üben, ohne dem Druck von Prüfungen ausgesetzt zu sein. Frauen unterschiedlicher Deutsch-Sprach-Levels kommen zusammen, um Themen, die in ihrem Leben wichtig sind, zu teilen. Das Sprachcafé „Babbel Nett“ möchte Brücken in die Zukunft bauen, die Menschen verbinden und zu besserem gegenseitigem Verständnis, sozialem Frieden und Gleichberechtigung führen. Es macht die Stimmen von Frauen mit Migrationsgeschichte sichtbar, setzt sich gegen Rassismus und Diskriminierung in jeglicher Form ein und plädiert für eine vielfältige und inklusivere gesellschaftliche Teilhabe.




